Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
III. genus. grammatijches. Jinnlicher fubft. 469 
gigue; vgl. das mhd. Harte verbum gigen, geic. Nhd. 
laute (fern.), franz. la luth, ital. liuto (male.), mittellat. 
laudis, häugt Xchwerlich mit unferm laut und lauten 
zuläimnen. 
Männlich oder neutral lind die Hart und laut lärmen 
den. Goth, haürn (cornu), wovon haürnja (hornbläfer) ; 
ahd. horn u. 1*. w. Agf. fctrga (lituus) gen. pl. fargana 
(tubarum) Mono 1646. inafc, Altn. ludr (buccina, tuba) 
male., dän. luiir, fchwed. lur. Agf. byma (tuba) mafc. 
nach Lye, doch lieht Cä'dm. 65, 24 bfme fern, oder 
neutr. Mhd. fumher (tympanum) inafc. MS. 1,190 b 2, 
57^ 58 a 6l b 89% doch das ahd. trumba (tuba) gen. -ün 
T, 145 (wovon trumbari T. 60, 12) 9 altn. trumba, dän. 
fromme, nhd. trommel lern. Flattd, bange. Nhd, pauke 
fern., aber verderbt aus dem ahd. pouhhan (fignum) ^ 
neutr., heripouhhan (lignum militare) nhd. lieerpaute.* 
26. Schmiede. 
Der fchlagende, fpringende hammer wurde männlich, 
die fefthaltende zange weiblich gedacht, wie malleus 
und forceps) martello und tanaglia, marteau und te- 
naille, litth. kujis (mafc.) und reples (fein.). Ahd. 
liamar, mhd. Immer, nhd. hammer; agf. hamor, engl. 
hammer; altn. hamarr, fcliwed. liamare, dän. ham 
mer; bei diefer einflimmung darf goth. hamrs lieber 
vermuthet werden. Ahd. zanka, mhd. nhd. zange, 
agf. tange, -an; altn. töng, taurig, fchwed. tang, dän. 
fang; über die Wurzel vgl. gramm. 2,61 nr. 606, doch 
muh, wegen tanaglia und tenaille, das lat. tenere und 
tenax verglichen werden. Auch den begrif arnboß drü 
cken männliche Wörter aus, einfach ift nur das altn. 
ftedi, alle übrigen lind und ;genau wie incus (fein.) von ^ ^ 
cudere coinponiert: ahd. ariapoz*, von po^an, fchlagen, 
mlid. anebo^y nhd. amboß; ahd. anavalz, von valzan ™ 
(vgl. valz f. 442), agf. onfilt, engl, anvil; gerade t fo 
auch ferb. nakovan, böhm. nakowadlj von na (ahd. ana) 
und kovati (zr houwan); ich habe auch ein ahd. ane- 
houwe (fern.) gelefen. Ahd. eßa (uftrina) gl. inonf. 337* 
352* mhd. ejfe, nhd. ejje; alle weiblich, dunkles Ur 
sprungs ; nnLfmiJJe, fmidfe. Ahd. vihila, woraus hernach 
vila, mhd. vile, nhd. feile; agf. feol y engl, file, fchwed. 
dän. fil, altn. (mit feltnem Übertritt des F in *)) \iöl> 
vgl. gotli. ulian, ahd. fliohan; goth. j^rafftjan, agf* 
Iröfrjau, rulT# Feodor für Theodor u. !• w.; der Unguallaut 
fcheint älter.
	        

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