Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, 
I1L genus. grammatijchcs. ßnnlicher fubß. 453 
altf. agf. bring, altn. hrtngr. Goth. bdugs? *); ahd. 
jpowc, mhd. bouc; agf. bedh; altn. bdugr; pouc fcheint 
rnelir von den weiteren Wendungen für haupt, Lais 
und arm zu gelten, wenigftens wird es nicht mit ohr 
und linger verbunden. 
Inauris. Das genus des zufammengefetzten ahd. 
mhd. örhrinc, brriric, agf. edrhring verheilt lieh von 
felblt. Agf. finde ich aber auch edrpreon (inafc.) pl„ 
eärpreonas; das einfache preori bedeutet fonft fpin- 
ther, fibula, lunula, das altn. prion (male.), füuin fer- 
reum; der agf. earpreon mag alfo ein ring von fchiech- 
terem inetall, oder gar von dralh gewefen fein, preon, 
prion fclieint mir übrigens das liochd. pfriem (acus, 
filuin ferr.) mafc. Schm, j, 331, welches inan nicht mit 
framea darf zufammenlialten. 
Gotli. ßggragulp, ahd. vinlcarlold, altn. ftngrgull % 
ahd. aber mit bloßer ableitung vinkiri (neutr.) gl. Jun. 
195« fingeri, gen. -ines N. Ar. 142. vingirin (belege 
grainin. 2? 132), fpäter vingerlin (rechtsah. 177.) und 
vingerlinc MS. 2, 81 a . Nhd. bedeutet firigerling einen 
Überzug des fingers und annulus wird durch die comp. 
fingerring, fingerreif gegeben. Einzelne ringe, und 
darunter lind wohl immer fing erringe gemeint, haben 
in der altn. Tage eigennamen, z. b. Drctupnir Sn. 131. 
Andvaranctutr Sn. 141, beide inafc. 
Agf. earmbeäg (armilla), ahd. armpouc Iloffin. 15, 6. 
vgl. Hild.: want her do ar arme wuntane bougd. Altn. 
armband, armhringr. Daß auch um die beine ringe 
getragen wurden, lehrt bdnhring Beov. 119. 
Collare. Ahd. halspouc Hoffrn. 15,5. halsgolt ibid.; 
altn. halsbiörg (fern.); agf. healsbedg Beov. 91. 162; 
nhd. haisband **). Es gab aber auch einfache Wörter: 
agf. ßgele (neutr.) Beov. 92. altn. figli (neutr.) Saein. 
62 b 223 a « Altn. forvi (inafc.). Agf. mene, pl. menas 
(mafc.); altf. meni (neutr.) Ticilsmeni Hel. 52, 7; altn. 
men (neutr.); verwandt das lat. monile; ein ent- 
fprechendes ahd. mani, meni laßt lieh aus dem ei- 
gennamen inanikold, nhd. mangold entnehmen, felbft 
ein kraut hieß daher manegolt fragin. 38 b . Auch 
liier kommen liomina propria vor, agf. Brofinga mene 
*) aus der wurzel biugan gebildet, wie torques aus torquere. 
**) Ein 5632- 36» 51 iß «her ftir hal&bant zu lefeu halsberc.
        

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