Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
///. genus. gramviatifches. ßnnlicher fubft. 443 
altfrief. etgdr (wetten p. 20), mlid. einiger Wigal. 10674 
bedeutet gleichfalls jaculum, framea. Ein anderes agf. 
compöfitum bei Mone 838 titegdr (lancea inagna) bedarf 
der beftatigüng. Der bekannte eigenname Kdro, Gdro 
drückt einen fpeerträger aus. Ahd. Jper (neutr.), mhd. 
/per (neutr.), agf. [per (neutr.), engl. Jpear, aber nhd. 
Jpeer (mafc.), altn. fpior (fein.), doch wird Sn. 2l6 a 
das männliche [piörr angegeben. Ahd. fpio% (wohl 
neutr.), fuinfpeo^ Diut. 1, 223% mhd. [pie^ (inafc.) En. 
11828. nhd. fpieß (mafc.)*); altn. fpiot (neutr.). Agf. 
fpreot (hafta) inafc. engl, fprit $ eöforfpreot (vena- 
buluin) Beov. 109. Altn. dörr (mafc.) gen. darrar, und 
davon abgeleitet darrctlSr, dorruZr, agf. daroZ (hafta) 
inafc. Altn. aflcr (inafc.) eigentlich fraxinus, dann 
hafta fraxinea Saem. 244 b agf. äfc, wovon äfeberend 
(haftiferi). Agf. gaflctc (jaculum, catapulta) inafc. findet 
lieh bei Mone nr. 82 und 1139 (wo gafeluca dat. fg. 
ilgafeläca?), es ift das altengl. gaßofc, engl, gcivelocke, 
alfo nicht aus franz. javelot, javrelot entfpringend, 
dem das mhd. gabil6t nachgebildet ift. Denn javelot 
läßt lieh kaum aus jaculum, weit eher aus gafiac **) 
ableiten, gallac aber fclieint mit läc (gramm. 2,503) 
componiert, und gaf mit dem altn. gef ja (fein.) zu- 
faminenzuhängen, das Sn. 2l6 a unter den fpeernamen, 
neben gaflah (neutr.), genannt wird. Ahd. fcoch 
(telum) gl. fior. 982 a wahr Ich einlich mafc. 5 das altn. 
jloclr (mafc.) hat die bedeutung tlieca, vagina, die 
aber in die der waffe übergehen kann, wie das altn. 
ßdlfn (fern.) beftätigt, das bald framea ausdrückt, bald 
vagina. Altn. Gungrdr (mafc.), name eines fpießes> 
den Odin hatte. Sn. 72* 130« 132* Altn. jFrakka 
(fern.) Sn. 2l6 a erinnert an die jraneijea. Altn. lefja 
(fein.) S11. 2l6 a . Altfrief. cUtjia (fern.) Af. 237* in 
mild, urkunden Jclitze, glitze vgl. Frifcli 1, 524 a * Mhd. 
riutelinc (mafc.) MS. % ll b , eine art kleinen fpeers, 
noch bei Kanzow reutling. Das alid. feaft (mafc.) 
Diut. 1,223, mhd. nhd. Jehaft (mafc.), agf. fceajt (mafc.), 
nhn.Jkapt (neutr.) ift meiftens manubrium fpiculi, dann 
aber auch fpiculum felbft ***)# 
*) ganz andrer Wurzel ahd. mhd. fpi% (cufpis \ veru) MS. 
1,136a, wovon fpiZ^o (hinnulus) gen. ±in i man lollte daher nhd. 
bratfpift und der fjril\er (hinnulus) fclireiben. 
**) das auslautende T für C, wie in haübert. 
***) ahd. Jp'erhuoi, (radix) Iloffm. 16, 22* der hut des i^Kjers,
        

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