Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
1IL genus. grammal i/ckes. finnliclier fubft. 441 
ihnen muß hervorgehoben werden, daß einzelne den 
männlichen begrif von flamme und feuer, andere den 
von wurm und fchlange ausdriicken, zur beßätigung 
deffen, was vorhin von der belebung des fchwerts 
behauptet wurde. Die verzehrende kraft des feuers 
galt für männlich (f. 352) und nun heißt das flammende 
fchwert geradezu elclr, logi, liomi^ brandr. Schlan 
gennamen flnd aber Fdfnir, NÜhöggr, Gdinn, M6inn 
11. f. w., die hier auch unter den fchwertbenennungen 
aufgezählt werden; ein lied der Edda Tagt es ausdrück 
lich, daß in der fpitze eines koflbaren fchwerts ein 
wurm, im grif ein gefchwänzter natter (mafc.) ange 
bracht war. Saem. I42 b . Auffallend ift mir der name 
vind\vari Sn. 2l4 b , weil er an wintdwere (turbo) 
oben f. 390 erinnert, infofern das fchwert auch einem 
wüllienden fturm verglichen werden dürfte? indeffen 
bedeutet f»vari (mafc.), fvara (fern.) fonit veru, fpatha, 
und Sn. 2l4 a findet fleh onrtf>pari, gleichfam fpatha 
anguina, wiewohl die Verbindung des vind mit fvari 
immer noch befremdet. 
Bei den mhd. Ich wer tei gennamen darf nicht überle 
ben werden, daß ihre belebung durch ein grammatifches 
Zeugnis beitätigt wird. Nämlich gleich den männlichen 
roffen (vermuthlich auch den fchiffen, wenn dafür be 
lege zu hand wären) haben fie in ftarker decl. den 
adjectivifchen acc. fg. belebter wefen (oben f. 312. 331). 
Es heißt Bahnungen Nib. 206, 3. 896, 1. 1736, 4. Bit. 
7228. Mimingen Bit. 12272* Nagelringen Bit. 12274. 
wie Scliemmingen Dietr. 7175 von dem nom. Bai- 
munc INib. 96,1. Mtminc En. 5694* Bit. 178* Nagel- 
rinc En. 5695* Schemminc *). Wenn Nib. 1736, 4 
auf Bahnungen, Bit. 12273 auf Müningen das pron. 
da? j folgt, fo gleicht diele fügung dem f. 324 befproch- 
nen wip, diu; es muß dabei fwert oder wäfen verflan- 
den werden, denn 206, 3 und Bit. 12278. Hab. 683 
liehet ganz klar: den guoten Balmungen. Gerade um 
gekehrt wird En. 5693 gefetzt der guote Echefahs 
(eigentlich de göde Eckeläs: was), wo man da% er 
wartete, vgl. da$ alte falls Bit. 9269* 12268. 
Auch im agf. und altn. gehen die fchwerlnamen gern 
auf dasperlonliche, männliche -ing oder -ung aus: Nägling 
*) doch JVafcen Bit. 12285 ifi der fchwache acc. von fVofcc, 
Wie der dat, Wafcen Nib. 4 zeigt.
        

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