Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

43-6 III. genas, grammatisches, finnlicher JubJt. 
gib vehebatur. Zumal wurde die Vergleichung mit dem 
pferd geliebt *); altn. dichter gebrauchen fdkr (equus), 
marr (equus), hreirin (rangifer), biörn (urfus), vargr 
(lupus), hiörtr (cervus), elgr (alce), lauter mafculina, 
von fchiffen, oft mit zufügung näherer bezeichnung, z. b. 
bdrufdkr (equus undae), Geitis (eines feekonigs) marr 
u. f. w. vgl. Sn. 1G6.167; das verbum reiten galt vom fcliif 
wie vom pferd. In diefer beziehung darf bemerkt werden, 
daß auch Offian das fchif den braunen reiter der flat 
nennt (Ahlwardt 2, 277) und die inhd. dichter riten vom 
fchif fagen, 2. b. E11. 208, fo wie es altengl. Horne 159 
heißt: the fhip bigon to ride y und noch engl* fhe ri- 
des^ vgl. gramrn. % 5l4* Stald. 2, 271, ja das fcliif 
wird altn. genannt reid (rheda, equitatio) fein. Sn. 168* 
Das ogf. mafc. foegenga Beov. 141. 143. fcheint gleich 
falls auf die idee einer thiergeftalt bezüglich und ent- 
fpricht dem homerifchen nov^ouoQos, das mit vrfis 
(fein.) verbunden wird; nur war den Griechen vavs, 
den Römern navie weiblich, altfranz. nej r , ital. nave 
fern. Neutral und ohne perfonificalion ift die agf. be- 
nennung foevudu (lignum maris) Beov. 19. fundvudih 
(idem) Beov. 18. 143. altn. foetrd. Saem. 184\ 
Wörter für einzelne arten der fchiife, fowie ihre 
innere einrichtüng, können reichlicher gewonnen wer 
den aus dem dialeet der feefahrenden Angellächfen und 
Nordmänner, als der Hochdeulfchen und Gothen. 
Ahd. chiol, chiel (trieris, ratis) Diut. 1, 270 b , mhd. 
kiel En. 119* 2233* nhd. kiel; agf. ceol; altn. kiöll, 
überall mafc., drückt eigentlich carina, dann aber das 
ganze fchif aus. Ahd. holecha, holcha gen. -ün (na- 
vis actuaria) Hoff in. 17, 8- gl. J.un> 280 fein., noch im 
15. jh. hölch (: fölch) fein. faml, f. altd. lit. p. 56; 
auch agf. hulce (iiburna) fein.; wurzel fcheint hol, 
vgl. altn. liölkr (lubus) mafc. und lat. celox, gr. noihj 
rave:. Ahd. naliho (linter, bireinis), mhd. nache, nhd. 
Machen; agf. naca Beov. 18. 140. 143; altn. nöchvi, 
überall männlich. Ahd. chocho (mufculus) llolfm. 17, 6* 
gl. J.un. 280. herikocho (celox) Holfxn. 17, 7; mhd. 
*) warum wohl keine beneimung von dem fcliwan genommen 
ift» deßen fchwimirien.de gefralt zu nach Pt an das fchif eriunera 
liiufte und der nach der tage fogar fchiffe zog? vermuthlieh 
fehlen er zu klein und fchwach, uni dem mächtigen fahrzeug 
verglichen zu werden.
        

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