Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

404 III- genas. grammatisches, finnlicher JubJt, 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
vielleicht von pröttan (flringere, nectere) vom falten 
der finger? vgl. das agf. handbred (palma); altn. mund 
(manus) fein.; ahd. jolma {nahci/urj, palma) J. 367« 
fein. altf. aber John pl. folmos llel. 452, 9- und agf, 
jolm pl. folmas mafc.; ahd. fla^a (vola) Diut. 2, 332 b , 
wo nicht flahha zu leien und das wort adjectivilch, 
wie zefawa, golh. tciilifvö, nhd. die rechte zu neh 
men ift. Entfchieden männlich iß: die fchlagende Land, 
goih. lojci, altn. lofi; ahd. tenar, mhd. tener mafc. rr gr. 
ZfrevaQ, das aber neutral. Die geballte hand altn. hnefi 
(pugnus) mafc., agf. JJft, ahd. vuß, nhd. fauß fein, 
vgl. flav. peß. Die gl. Hoffin. 2, 35 geben auch bal 
(vola), nhd. der handballen. In umgedrehtem Verhält 
nis zu dem genus von hand und fuß fleht das der 
glieder an beiden, der linger und zehen, vielleicht 
wiederum weil jene länger find, diefe kürzer. Goth. 
figgrs, ahd. vinkar, agf. finger, altn. ftngr mafc, 
wie digitus und daxTvhog. Ahd. zdha, agf. td, engl, 
toe, altn. td überall fein., wofür Griechen und Rö 
mer kein eignes wort haben, fondern gleichfalls dam- 
Jiog, digitus pedis gebrauchen. Auch die einzelnen 
fingernamen find mafc., wovon aber hierher nur die 
unzufainmengefetzten gehören, ahd. dumo, mhd. dume, 
nhd. daume, agf. fumci, lat. pol/ex; ahd. zeigdri 
(index), mhd. zeiget; ahd. lancmdr (medius dig. vel 
impudicus) Hoffin. 2, 36 *); ahd. Idjihi (medicus, der 
goldfinger); ahd. minnißo, agf. fe litla (minimus). 
Ahd. nakal (unguis) mhd. nhd. naget, agf. neiget, 
fämmtlich inafc., altn. nogel fern.; was am finger über 
den nagel vom fleifch hervorragt, heißt nhd. der l'nö- 
bet, hniibel Schm. 2, 368; mhd. die chunebele (plur.) 
Diut. 3, 44* vgl. nnl. hneevel “ Icneulel, nhd. IcnÖchel 
inafc. Ahd. riß, mhd. riß Wigam. 4943* plattd. vriß 
fein. agf. vriß (carpus) fern., an hand und fuß; rift am fuß 
heißt aber auch ahd. riho Hoffin. 3, 7« mafc. mhd. rthe mafc, 
MS. 2, 58 b ühd. der reihen; altn. umfehreibend ülflilSr (wolf- 
glied) vgl. Sn.35* 36* Ahd. ezz/u/o (talus), mhd. enkel$ altn. 
öckliund öchull, agf. ancleov, engl, ancle, lauter mafc.Golk 
fairzna (calx), ahd. verfna, mhd. veifien fein.; agf. U 
oder hoh , gen. hös (calx), engl, tiough$ altn. hoell 
lanc ift laug, was bedeutet mar oder mdr? auffallend, daß 
die Letten denfelben finger garra Mare, die lange Maria, nennen. 
Ich denke, -mdr ift das der nom. pr. Dietmar > fteinnidr und fleht 
abftract wie ss. b. -hilt (gramm. 2, 499)»
        

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