Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

394 IIL genus, grammatijchts. finnlicher fubjt. 
wie uoo/Ltos ? mundus und das i'iav. fvjet *), mafculina. 
Auffallend weicht hiervon das weibliche wort ab, del- 
i'en wir uns heute bedienen, weit, mhd. werlt, ahd. 
weralt, altf. worold, agf. veruld, ahn. verold; allein 
inan erinnere heb feiner zufammenfetzung mit dem ein 
fachen (?), alln. 5/cZ fein, (feculuin) und es wird 
einleuchten, daß es urfprünglich bloß den zeitbegrif 
feculum, nicht den räumlichen mundus bezeichnete. 
Jch möchte aus diefer Vermengung zweier bedeutungen 
fall erklären, daß im altf. middilgard zuweilen weib 
lich lieht (Hel. 111, 15* 129? 20) und von werold der 
gen. wer oldes (17, 23. 79? 24- 153? 4) gebildet wird. 
Ünfere Vorfahren dachten lieh außer der von mer- 
fchen bewohnten noch andere wellen. Eine fLammende, 
leuchtende weit heißt in der edda mujpellsheimr oder 
bloß mufpell mafc. Sn. 5* 48-? ein fchwieriger ausdruck, 
der auch im altf. mutjpelli Hel. 79? 24. 133, 4 begegnet. 
Die unterweit galt für eine dunkle und wurde nacl) 
der todesgöttin, gotli. hall, ahd. hella, mild, helle^ 
lihd. holle, alln. 7zeZ, fern. benannt; merkwürdig fchwan- 
ken im altf. fern, und mafc., an tliero helliu Hel. 103, 
13. 17. 110, 14- an thea hell 104, 15, an thene hä tan 
hei 76, 22. an thene Xuartan hei 103, 9« Wenn hier 
das beiwort fcliwarz und heiß gebraucht wird, fo wirkt 
ich oh die chriflliche vorftellung mit. Den ahd. narnen 
der unterweit peh, neutr. habe ich hymn. p. 51 richtig 
mit den flav. und litth. Wörtern zufammengeitellt, hätte 
aber die deutung aus pech (pix) nicht follen ablehnen, 
da auch das altfl. peklo pix ausdrückt (Dobr. inft. 294) 
und den Neugriechen niöocc die holle**). Es ill folglich 
peh, nicht peh zu fchreiben. 
Der perfonificierten erde gefchah f. 352? des ele- 
ments f. 379 erwähnung; hier ilt nun das genus der 
Wörter zu betrachten, welche ihre Oberfläche bezeich 
nen. Goth. grundus (fundus, foluin) wahrfclieinlich 
mafc.; ahd. Icrunt mafc.; agf. grund pl. grundas mafc.; 
altn. grunnr (fundus) mafc., daneben aber grund 
(campus, folum) fern.; mhd. grünt mafc., ausnahins- 
fvjet bedeutet zugleich licht, tageslicht, wie auch andere 
fprachen licht für weit verwenden, z. b. ex hac lucc inigrare, 
altf. lioht afgeban (mori) H41. 80? 8 u. f. w. 
Aleflio da Somavera teforo della lingua greca valgare. 
Parigi 1709* 1, 330* (mittheilung Kopitars).
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.