Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
III. genus. grammatifches. Jinnlicher fubjt. 381 
mild, goltmajje lIoIFm. fundgr. 374» 383* und Inolle 
rare. 501* Die todte kohle (eine benennung der glühenden 
f. 353) ahd. chol, wahrfcheinlich neutrum, wie agf. col 
pi. colli, engl, cocil y altn. Icoly fcliwed. hol, dän. kul 
überall neutral; rnlid. XoZ, bald neutr. Wigal. 7632. 
8321* bald male, fragin. 15 C a. vy. 3,176; nhd. endlich 
die kohle, wie nnl. hole fein. Crotli. fvihls (fulphur), 
ahd. fuefuly agf. Jviifel, nhd. fchwebel, durchgängig 
mafc. Golli. j'qlt (fal), ahd. Jalz, altn. feilt, agl*. jealt 
überall neutr. gleich dem lat. wort, aber das gr. 
ilt mafc. und das flav. jol y ho hm. f\d, ferb. Jo fern. 
Vitrum wird auch in untern Tp rachen durch ein neutr. 
ausgedrückt, ahd. klas y inhd. nhd. glas, agf. glas, 
altn.gler; man unlerfcheide das golli. niatc. Jiikls oder 
neutr. /tili, welches nicht den Hoff, fondern das gefall 
(glas — becher) bezeichnet (vgl. altn. Itickill, cornu, 
lind gramin. 2, 27 nr. 298), woraus aber die Slaven ihr 
fthlo (neutr.) für die malfe entlehnt haben, vgl. Dobr. 
inlt. p. l6l. und das litth.ßiklas (vitruin). 
Überfchlägt. man alle erörterten Wörter für* metalle, 
Heine und erdarten, to lind die meiden neuträ, manche 
auch mafc., ä'ußerlt wenige fein. , und Was die idee des 
weiblichen anregt, fcheint in ihnen kaum enthalten. 
4. Fließendes element. 
Oberfter' naine ift hier das gotli. vcit6, ahd. wagar, 
altf. watai'y agf. vcltet, altn. vatn, überall und bis 
auf die neueiten dialecle herunter neutrum, gleich dem 
urverwandten gr. vSmq (poet. %dog) 9 während das flav f 
voda weibliches genus annahm. Dort wurde (wie bei 
feuer) der hoff, bei voda die lebendige nalur berücklich- 
ligt, w ie in dem lat. aqua, dem unter goth. ahva 
(lluviiis), alid. aha, agf. edy altn. d buchnablich und 
im genus entfpriebt. 
Die größte anhäüfung des waßers begreifen w r ir 
unter den Wörtern meer und fee. Bei ülph. kommt 
das fein, mar ei (d'a’ka.GGu) geil, mareins, Matth. 8, 27* 
Joh. 6, 18 vor, und ebenfo iin altf. meri fein. Ilel. 68, 
8, es war auch dein altfränk. dialect gemäß, wenn 
man einer malb. glolte zu lex läl. 44,14 pio märina, 
in pelagus, trauen darf*). Das altn. mar, gen. marar 
*) daher vielleicht das fratiz, la mer, da doch das itah thare 
und fpau. mar männlich find.
        

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