Volltext: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
III. genus• grammatijclies. Jinnlicher fubft. 379 
Einzelne fteinarten. Ahd. c/i//?Z (ealculus), auch 
cJiifilinc, mhd. kifelinc, nhd. kiefel, agf. ceofol, über 
all male. ahd. ^ZzVzs (lilex), mhd. t'ZZ/zs mal'c., frühes 
beifpiel des in S übertretenden Z, da man nach dein 
agf. fl int (hlex) ein ahd. vlin^ zu vermuthen hat. mhd. 
wache (lilex) mafc. ? nhd. die wache. Mhd. nhd. quarz 
(gemrnae fpuriae in fodinis) mafc., fclion in einem ge 
dieht des 13. jh.; alln. tiriria (filex) fern., ich zweille 
ob das mhd. zinne (pinna, pinnaculum) MS. l,5 a , nhd. 
zirme, mnl. tinne Huyd. op St. 3,340 damit zufammen- 
hängt, da der begrif von kiefel nicht auf die fpitze der 
thunuinauer palt. Das mhd. [pdt mafc. begegnet in der- 
felben dichtung, die quarz darbot; nhd. fphth; mhd. 
fchever (lapis filfilis) mafc. nhd. fchiefer. 
Die edelfteine haben meift ausländifche oder zufam- 
mengefetzte namen, die nicht hierher gehören; der 
Hein in der kaiferkrone heißt weife Waith.’ 19, 3. 
Ernlt 3621, vgl. 5543-> lapis orphanus muf. 2,139, vgl. 
rechtsalt. p. 923* 
eor'Se, 
Im gegenfatz zu alr^a, ahd. ercla, 
agf. 
das 
mehr grund und boden, und zum agf. folde, gen. fol- 
dan, altn. fold fern., das mehr die grasbewaclifne ober- 
flache, humus ausdrückt, bezeichnet das goth. fern. 
mulda, ahd. molta, agf. molde, altn. mold, das eigent 
liche element, den pulvis, die novis, und überfetzt bei 
Ulph. yovs und uovioqtos* Gleichbedeutig mit mulda 
iii das goth. flubjus mafc., ahd. ftuppi, flubbi neutr., 
nhd. flaub mafc. Goth. malma, gen. -in (arena), inhd. 
melm (pulvis) mafc. altn. mdlmr mafc. mit der bedeu- 
tung von metallum, fo wie Diut. 1,261 a metalluin durch 
ftein gloffiert wird. Das ahd. fant (arena) mafc. und 
neutr. (N. pag. 260*, 12.) agf. fand, altn. fandr mafc. 
kennt die goth. mundart nicht, ich habe gramm. 2, 232 
fant aus famat gedeutet*) und das gr. fein, appos 
appos, 'iftuppos verglichen; mhd. fchwankt das genus, 
bald der fant Nib. 72? 1. Trift. 17646. Gudr. 4518. bald 
da^ fant Wigal. 8447. troj. 21807. Den groben kiefel 
und uferfand, glarea, drückt das ahd. hriogrie% 
mafc. Holfm. 9, 1. aus, mhd. griez^ mafc. Dar. 1223* 
troj. 6217 (fandes grie^), nhd. gries\ das 
greot, 
*) vgl. mhd. fdme für faut Iw« 7086« Öberl. 4356 wie gra- 
uum, faiuenkoru, fandkorn.
	        

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