Volltext: Deutsche Grammatik. - Teil 3

376 III. genus. grammalijches, Jinnlicher JubJt, 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
böhra. owoce, poln. owoc neutr. Diefes opa£ hat mich 
fclion 1, 808 auf den gedanken gebracht, daß in ihm 
ein über reit aller und vollkoinmner fLexion der neutral 
fubft. Yorliegen könnte, opag: plinta^ (goth. ubata?: 
biinda(a) rz poinum: coecum. Zwar die form wäre 
länglt verhärtet und der gen. lautet opakes, nicht opes; 
aber es ilt doch beaclitungswerth, daß lie eben in einem, 
dein begrif nach wefentlich neutralen fühlt, wahrge- 
nomraen wird. Denn nicht nur pomurn, fondern auch 
fiijXov lind aus demfelben gründe neutral. Die lat. fpra- 
che 1110viert aus weiblichen benennungen des bauins 
neutrale des oblies: pomus, pomum; malus, malum} 
pirus, pirum; cerafus, cerafum; prunus, prunum; 
inorusy morum. Nicht fo regelrecht im griech. neya- 
oos, xeQccoiov; ämos, ccmovi pfjXov; ovyJrj 
((jvzij), ovzor; oi'ri] (vitis), olvos male, (vinum). Wir 
könnten zwar das ahd. apfaltera fein, (malus") epfüi 
neutr. (malum) Hoffm. 6, 14* 18, altn. cipaldr male, 
(malus) epli neutr. (malum), und eben fo das fchwed. 
apal, apel (malus) clple (malum), dän. abild (malus) 
äble (malum) vergleichen *). Allein fchon im ahd. 
erfcheint apjul (pomuin) als inafc. (gramm. % 116) pl. 
epfili Diut. l,525 b 526 a **). Das ineilte obit kam uns 
aus der fremde, den zufaminengefetzten baumnamen 
(f* 370) flehn gewöhnlich weibliche fruchtnamen zur 
feite, wobei andere gründe walten, w r elclie im verfolg 
entwickelt werden follen, z. b. birnbaum, birne; 
kirfchbaum , kirfche; pjlaumbaum, pflaume. Ulpli. 
hat fmakkabagms (otw^), aber Jmakka (pvxov) mafc. ***), 
*) auch flav. jablon, gablon fern, (malus) und jablolco, jablko, 
gciblko neuir. (malum); ich kenne aber nur dies eine beifpiel. 
**) einzelne apfelarten gleichfalls männlich, nhd. der 
p l pping, märzling, grüriling, ftreijling, pfdffling, koberling, 
gulderling, täubling, eggerling, naberling, neutzerling, weicherling, 
fü[\lirig, fpätling, rüftling, röfsling und fchon ahd. in Carls capi- 
tulare de villis gSroldingd , gormaringd (nom. pl.). Die wmegiftd 
(volema) Hoffm. 6? 15 fcheinen hefondere birnen oder äpfel, vgl. 
den fg. winegift (volemum, fpecies pomi) gl. flor. 990 b * Nem- 
11 ich im cathol. 5,650 bat noch aus der heutigen volksfprache: 
weingiftcr, eine fiiße, angenehme birne. Unfere meifren eigen- 
namen für äpfel und birnen lind jetzt franzöfifch und mit dem 
oblt felbfi eingeführt. 
***) wäre frnakka deutfeher Wurzel (von fmikan, a fapore, 
gramm. 2, 53. nr. 553) > fo hätte es lieh auch in andern deutfehen 
(lialecten erhalten uud wurde fmuka lauten. Denn das K K ift
        

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