Volltext: Deutsche Grammatik. - Teil 3

III. genus. grammatisches. Sinnlicher JuhSt. 371 
wort verwandt. Ahd. pdna (faba), mlid. bSne, nhd. 
bohrte, agf. bedn, altn. bciun (faba und pifum). Ahd. 
arawei5 oder arawi5 (pifum) vgl. gramin. 2, 222. altn. 
-r- Namen des unkrauts (loliuin, zizänia) im gelraide: 
ahd. rato, mlid. rate mafc. vgl. razan gl. eimu. 413. gr-ainm. 
2, 1615 ahd. beresboto T. 72. 76 mafc. vgl. meres poto 
(vacua avena) Diut. 2, 334 a ; agf. ata eigentl. avena, 
vilde Ata (loliuin); agf. lajor (loliuin) unbekanntes 
gefchlechts; ahd. turd Diut. 1, 279 b aber durdo Diut. 
% 329 b , nlid. dort mafc. vgl. Schm, l, 399. altf. durth 
Hel. 77, 23; altf. wiod \ neutr.) Hel. 77, 24. 78,4. 
7. 21. agf. veod, engl, weed; mhd. tre/s vgl. BIS. 2, 
177 b yii getreffes unter körne, nhd. trefpe; den goth. 
Jiamen wüften wir, wenn Matth. 13 erhalten wäre, 
das nhd. lolcli ilt aus loliuin, das agf. coccel aus dem 
lat. coccula gebildet, woher auch das litth. kukalei, 
lett. kohkali, bö’hin. kaukol. — Ahd. hanof, nhd. 
lianf, altn. hanpr überall mafc., wogegen viuvvaßis, 
lat. cannabis, litth. kariape, böhrn. konope fein.; ahd. 
haro (linum) Diut. 1, 494. mafc., mhd. A«r, öltreich. 
der har, altn. hör mafc.; ahd. vlahs (linum) nhd. 
flachs, agf. fieax mafc. 
Für die kleineren pflanzen find einige allgemeine 
ausdrücke auszuzeichnen, deren bedeutung bald einge- 
fchränkt, bald ausgedehnt wurde. Das neutrum gras 
bezeichnet bei Ulph. nicht fowolil gramen, als herba 
überhaupt Blarc. 4, 28. 32; ahd. kras (T. Blatth. 13, 26 
Ygl. cartcras, olera. Diut. 1, 264 l> chölgras, braffica HoiFm. 
22,26. ru obig ras 7, 16), nhd. gras, agf. gärs, altn. gras. 
Das ahd. chrut (herba), mhd. krut, nhd. kraut, agf. 
crud Hel. 73, 22. nnl. kruid, gleichfalls neutral, geht 
dem agf. und altn. dialect ab, denn das altn. kryddi 
(condimentum, kräütern, würzen) Ich eint erborgt. Im goth. 
hat das fern, aürts Joh. 18, 1, 26, im altn. urt den allge 
meinen finn von herba, während das goth. vatirts den 
in der erde haftenden theil der pflanze, die radix 
ausdrückt; im ahd. muß man zwei feminina annehmen: 
wurz pl. wurzi (herba) und tvurza gen. -ün (radix) 
hyinn. 8,6. J. 407*402, wofür aber die meiden das 
abgeleitete wurzala fetzen; das agf. fein, vyrt, pl. 
vyrta bedeutet herba, olus und das compofitum vyrt- 
truma \mafc.) radix *). Den hegrif radix erfüllt im 
d. i. herbae ftrmitas, wie fcildtruma clypei firmitas ZT 
clypeus. die fchreibungeii vyrtruma, fcildruma führen irre. 
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