Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

360 111« genus. grammatisches• SinnlicherJubjt. 
(tragelaphus) u. a. in.; handelt es fich von dem fexual- 
verhältnis, Io kann entweder inoviert werden (die 
häfin, dächfin) oder es tritt umfchreibung ein. Auch 
der maulwurf (entliellt aus inoltwurfe, erdaufwerfer) 
iffi in diefein, wie in dem ahd. namen fcero, ■ mhd. 
Jeher, männlich, das altn. moldvarpa hingegen weib 
lich, gleich dem lat. talpa, franz. la taupe. Eine 
durchgreifende ausnahine in allen deutschen mundarten 
inacht die, wohl ihrer kleinheit und furchtfainkeit 
wegen, weibliche maus, ahd. agf. altn. mus und fo 
auch im flavifchen, poln. myfz, böhm. mys fern., litth. 
pele^ lett. pelle fein., während das gr. /uvq, lat. mus 
inafc. find *). Außerdem find fern, ratte, wie fei und ! 
otter, ahd. ratta, wifela **), ich weiß nicht, ob 
ottar? das nach feiner ableilungsform und nach dem 
altn. otr (vgl. den perfonificierten Otr, Ssera. 180) 
eher männlich fcheinen follte. Einige nhd. neutra be 
fremden: einhorn, eichliorn und auch nashorn. Al 
lein eriteres hieß ahd. einhurneo, mhd. einhürne Barl, 
116. 118. 119» g- fchiniede 257- MS. 1, 84 a und war 
inafc., wiewohl Bit. 110 a ein neutr. einhorn oder ein- 
horne, aber nicht von dem lebenden thier, fondein 
von der auf einen fchild gezognen einhornshaut ge 
braucht wird. Für fciurus verrnuthe ich gleichfalls 
ein ahd. inafc. eilihurneo, eihhorno gl. Hoffm. 20> 29 
nach dem altn. thorni (inafc.); gl. Hoffm. 4, 9 geben 
eicliurn, laßen aber das genus dunkel. Die nicht we 
niger ungewiffe agf. form devern fcheint entliellt; das 
fchwed. iclcorn und dän. egerri find neutral ***). 
Für die zweite Ordnung der thiere gilt der generifclie 
naine: goth. fugls, ahd. vocal, agf. füget, altn. fugl } 
durchgehends männlich; um fo mehr läßt er lieh dem 
lat. pullus (veooaos) gleichilellen, da auch in andern 
fprachen der begrif hun, lienne, han in den allgemeinen 
von vogel übergeht, vgl. oqviq (coinin.) und das ferb. 
*) follte es nicht deutfeher einfluß fein, daß das lat. inafc. 
forex im franz. la fouris weiblich geworden ifi? 
**) nach der fabel foll die wiefei durch das olir empfangen, 
durch den mund gebären. 
***) nach Ihre f. v. ickorn wäre der deutfehe name überhaupt 
verderbt aus fciurus Qcxioxjqot;, vgl. ^ kriimmdenfehwanz) 
all franz. efeurieu; das horn läßt lieh freilich fchwer deuten, 
doch Icheiut die compofition mit eih, agf. de paffend.
        

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