Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
24 III- pronominalb. zufammenfetz. fufßxe. uh. 
livazuh ~ lat. quisque und das an verba, ganz wie das 
lat. que, angellängte goth. uh: qvajuh äuk Matth. 9> 21 
dixitque (denn auk über fetzt gaggij qvijiduli 
Marc. Iß, 7 ite diciteque; jah bigetun, qvejunuh Job. 
6, 25 inveniebant, dicebantque; da in der letzten helle 
evQovTss nicht durchs particip übertragen iil, fo hätte 
qvejun offenbar durch ein jah mit bigetun verbunden 
werden müßen, wenn nicht in das anhängende uh der 
begriff des lat. que hätte gelegt werden können. Beide 
uh und que haben auch das gemein, daß Iie nur einge 
hängt, nie felbftändig und anlautend gefetzt werden. 
Man hat, aber ich glaube mit unrecht, eine goth. 
partikel uhpan angenommen; überall gehört uh als 
lüffix zu dem vorausgehenden wort und die partikel pan 
lieht getrennt für lieh. Diefes folgt theils aus den nicht 
feltnen fällen, wo bloßes pan, ohne praefigiertes uh, 
und mit gleicher bedeutung (für gr. Sh oder ovv) vor 
kommt * *), theils aus andern, wo das uh nothwendig den 
linn des ihm vorltehenden Worts beitimint, folglich nicht 
zu dem Jmn gerechnet werden kann: fo z. b. heißt Jata 
to, Jaluh hingegen tovto, es ilt alfo nicht anders zu 
trennen, als Jatuh Jan (tovto Sh). Das lehrt auch die 
elifion des a, Jatuh f. Jatauh, fo wie in frijoduh Jan 
(ip/UTici Sh) Joh. 11, 5 für frijödauh Jan; bandviduh Jan 
Job. 13, 24 für bandvidauh Jan • qvijuh Jan Luc. 9, 
27 für qvijauh Jan. Zwar fcheint die affimilation wj- 
pan für die fclireibung uhpan zu fprechen; allein affi 
milation kann wohl in Wörtern, die lieh berühren, 
erfolgen, ohne daß man iie in der fclireibung verbindet; 
wer mag Matth. 26, 67 fumäi pp ein fclireiben Bat t iümnij 
fan (für fumäiuh Jan, fumaih pan, quidarn vero) ? Lieber 
möchte ich, noch das Jan heranziehend, in einem wort 
ungefondert fetzen fumäijjan , wie II. Cor. 9, 6. 12, 19 
JatuJJan gedruckt ilt. — Hier lind noch gefarmnelte 
beil'piele des verbalfuffixes, in welchen allen es freilich 
nicht die beftimmfe bedeutung des lat. que hat, fonderii 
mit leifem nachdruck lieht, der nur gothifchen ohren 
zu vernehmen gewefen fein wird : qvajuh Jan Luc. 5, 
36. 7, 48. doli. 6, 71. 8, 28. 11, 13; qvajuj Jan Marc. 7> 
fix haben, wird nachher noch die rede fein; andere wie itaqne, 
ak[ue, usejue, quoque, utique, deuique, plerumque befpricht 
das folgende capitel. 
*) z. b. gavaudidedun Jan Luc. 10, 17. qvaj Jan Luc. *0,18’
        

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