Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
334 III. genus. natürliches, motion. 
fler des oflgotli. Theodoricus hieß Amalafridci {gotli, 
Amalafrif>jd?) und den mannsnaiuen Amalafridus führte 
ein lohn des tliüring. Hermanfrids. Ebenfo bekannt lind 
die fräuennainen Fcijirada, tValdräda, deren rada 
aus dem männlichen rat in Danchrät, Chuonrät u. f. \v. 
moviert’ fcheint. Man vergl. arimannus und arimdhna, 
herimanna bei Savigny gefch. des röm. r. 1, 162. 
Gleichwohl könnte in den ineiften fällen die lat. ab- 
faßung das weibliche a fierbeigeführt haben, und inan 
dürfte richtiger wenigflens für die nom. pr. mit rat 
und frit ein genus commune annehinen, die trad. fuld, 
2, 65 liefern wirklich den weiblichen eigennamen Fre- 
ivirdt, eine urk. bei Meichelb. 728 Hiltfrit fein, und 
eine bei Neüg. iir. 8$ • (a. 784) eine ancilla Sikifrih 
Die heutzutag gangbaren motioneil Anguß, Augujk\ 
Emil, Eniilie$ Ulrich, Ulrike; Friederich, Friede 
rike find lämmtlich undeutlich und die feminina ftets 
aus dem franzof. erborgt, wie auch in beiden letzten 
beifpielen das rike (rique) fl. riche lehrt *), 
Welche tliiernamen gehören zu diefer art der ino- 
tion? wenn lieh zu dem gotli. faüho (vülpes fern.) ahd. 
völia, inlid. volle qin niafc. faühs> gen. fatihis auf 
weifen ließe , fo wäre ein goth. beilpiel gefunden, 
Aber das goth. mafc. fehlt und das ahd, lautet vuh, 
gen. vuhfes, agf. fox, foxes, w r onach ein goth. faulis, 
faühlis gefolgert werden muß; diefes faüho fein, faulis 
inafc. würde nicht hierher, fondern zu der abgeleiteten 
motion (unter 3) fallen. Sicherer lind folgende altn, 
belege: Jirafn (corvus in.) hrefna (corvus f.) für 
hrefnja; ülfr (lupus), yIfa (lupa) rz ylfja; hiorri (ur- 
fus) , birna (urJä); eglSir (aquila m.), eglSci, igta 
farjüilä f.); göltr (aper), gilta (ferofa) für gella; gim-• 
bill (agnus), gimblci (agna), lauter formen, denen kein 
ahd. liraban, hrabanja (hrabanna), kein ahd, wolf, 
wulfja ut f. w. zur feile fleht. 
b. aus fiarken rieutris werden fcluvaclie feminina* 
Ich kenne nur lehr wenige beifpiele. Ahd. mar ah 
(equus), merihha (equa), das agf. mere, myre (equa) 
dürfte man aber auf das mafc. mear, pl. mearas vorhin 
f.325 zurückführen; ahd. chalp (vitulus) chalpa (vilula) 
bemerkens werth ifr neben dem altn. männlichen namen 
6lafr der weibliche Slöf, dat. 6löfu (Ol. Tr. 1, 246* 2, 890? •i |1 ' 
ziges beilpiel fiarker form für ein moviertes fern.
        

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