Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

281 
III. conjunctionen. denn. 
(fed) goth. a"kei. ahd. oh. altf. ak. agf. ac. ahd. aber, 
ügän. ügar. nhd. aber, allein, eng], but. innl. maer, 
nnl, maar. altn. enn, fchwed. dän. men. 
(fed) goth. ak. ahd. oh, ü^oli. üzän. funtar. nibu, 
nube. altf. ak, agf. ac, mhd. niuwan, wan, nhd. 
fondern. innl. maer, nnl. maar. altn. lieldr. 
(nifi) goth. alja. ahd. üzän. funtar. nibu, nube. altf. 
biutan, newan. agf. bütan, engl. but. altn. utan, 
fchwed. utan, dän. uden. 
5. (nam, enim). Wie Ulphilas für das gr. cdXa 
zwei goth. partikeln gebraucht, fo überfetzt er auch yaQ 
bald durch duh, bald durch unte. auh wird durch- 
gehends eingefchaltet Matth. 5> 18* 6, 21. 7, 29. 8, 9* 
Joh. 13, 13. Rom. 15, 8. 11. Cor. 3, 11. 5, 1 und in un 
zähligen andern hellen; unte hingegen beginnt den fatz 
Matth. 6, 14. 24. 9, 16. 24. Marc. 7, 27. Joh. 12, 48. 
Luc. 8, 29. Rom. 13, 4* II. Cor. 5, 13* 14 u. f. w. duh 
entfpricht alfo dem lat. enim, unte dem nam. Allein 
felbit diefe beiden conjunctionen reichen der goth. rede 
noch nicht hin, fondern fie pflegt auch yciQ häufig durch 
die adverbia allis und raihtis (oben f.88) auszudrücken. 
Was duh betrifft, fo ift fchon vorhin f.272« 273 erörtert 
worden, daß die übrigen dialecte zwar diefelbe parti- 
kel befitzen, aber mit der bedeutung von etiarn, und 
daß diefe letztere fogar dem urfprung des worts näher 
zu liegen fcheine, als die caufale von enim. unte\ 
außer dem yaq, bedeutet otj , wie lieh die ausdrücke 
für nam und quoniain, quia in allen fprachen begegnen; 
aber es überfetzt zuweilen auch l'ws (usque) und trifft 
in diefem ßnn mit dem ahd. unzi, inhd. unz zufam- 
inen, deffen form offenbar diefelbe ift (vgl. f.256), obgleich 
ihr niemals die bedeutung enim oder quia zuftelit. analog 
ift die anwendung des goth. Jandei für o%i und i'wg (f. 
171), des nhd. weil für quoniain, urfprünglich dum, donec. 
Ahd. wird nam ausgedrückt durch danta (f. 171) und 
huanta (f. 184), zuweilen durch inu hymn.24,8« Jon. 214; 
enim durch hiwijjo Diut. 1, 502 a 518 b , einmal durch fdr 
(f. 196), deffen nebenbedeutung etiarn zeigt, wie das goth. 
auk (enim) ein ahd. ouh (etiam) wurde. Mhd. ift want, 
wände, wan nam (f. 184); nhd. denn (f. 168), das eher 
auf das ahd. danta, als auf denne, danne zurückgeführt 
werden muß. Dem eingefchalteten enim entfpricht we 
der eine mhd. noch nhd. conjunclion; die plattd. volks- 
fprache kennt aber noch wi[fe (brein. wb. 5, 275 ) 
£xha<4-A] ■
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.