Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

III. conjunctionen. auch. 
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© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
et und etiam in fich vereinigt, in vielen Hellen entr 
fpricht daher jah dem nhd. auch, z. b. fva jah (üc et, 
l‘o auch) II. Cor. 7, 14. 8, 11; und jah i’zvis (usque et 
ad vos, bis auch zu euch) II. Cor. 10, 13; akei jah (fed 
et) II. Cor. 11, 2. jah i'k (et ego, auch ich) Matth. 10, 
33. II. Cor. 11, 21? jah veis (et nos, nos quoque) Matth. 
6, 12; zumal in der redensart ni jpatäin (faläinei) —* 
ak jah (nicht allein, londern auch) II. Cor. 7, 7. 8, 19. 
21. 9, 12. Philipp. 2, 27. Mehrere der fmhften ahd. 
denkmäler überfetzen indelTen gleichfalls das lat. etiarn, 
quoque nicht durch ouh, auli, fondern durch andere 
partikeln, namentlich /<5 fania K. 24 b 25 b 29 ab - 30* 
(et jam) 30 b (fed et) hrab. 973 a Diut. 1, 503 b 5l2 b , wel 
ches eigentlich desgleichen bedeutet und anderwärts für 
live (oder auch) gebraucht wird, z. b. Diut. 1, l48 a 
I56 a 161 Ä l62 a l67 a 180 a ; nur K. 28 b finde ich auh, 
gleich bedeutig mit joli, für et, im finne von etiam, 
und 27 a jah auh ~ et. Andere quellen gewähren 
öfter auh, ouh. J. 355 überträgt auh etiam, 360. 
365. 366 quoque, 348 bloßes et, 342. 359 item, ei 
nigemal wird bloßes et oder quoque durch ein ver- 
ftarktes joh auh 402 ß Jama auh 343. 364 gegeben, 
was dem nhd. desgleichen auch, delfelbigen gleichen 
auch ähnlich ift; anderwärts ift aber auh, wie das goth. 
auk, nain und enim, J. 346. 349. 361. 362 (wo lür 
nam et die deutfchen partikeln: inu fo auh chiwilfo), 
und das vieldeutige cawijjo, womit nam, enim, igitur 
gegeben zu werden pflegt, bedeutet Diut. 1, 491 b quo 
que, chiwijjo J. 342 etiam. die hymnen haben ouh 
(quoque) 1, 2. 1, 11; gl. Jun. 248 auh neben avur (quo 
que). 0. gebraucht die conjunction ouh fehr häufig, 
z. b. gleich im erften capitel des I. buchs z. 17. 21. 57* 
126. 205. 219* 251 und zwar für etiarn^ quoque. Im T. 
hingegen fcheint ouh ~ etiam äußerlt leiten *), ich 
finde es 15, 4 für rurfum, aber 40, 4 etiam durch inti 
vedeutfcht; das in diefem denkmal ganz gewöhnliche 
ouh — oh (fed) darf nicht damit vermifcht werden. 
Bei N. und W. ift der gebrauch des ouh (etiam, quo 
que) ganz entfchieden, doch kann in der redensart non 
löluin — fed etiam (fed et) neben dem ouh noch joh 
gefetzt werden, z. b. nieht ein — funder joh N. 101, 22* 
nieht ein — nube joh cant. Abac. 16. nieht den einen — 
*) Schmeller hat ouh Matth. 2,8* 8,9. 12; 8 ergänzt; man 
darf zweifeln ob mit recht.
        

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