Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

254 III. praepofitionen. einfache* 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
mhd. nhd. aus, mnl. nnl. m//., mit all- 
mälicher aufgebung des organifchen Worts für dielen 
begriff (nr. 3.)? wirkliche praep. geworden. 
8. Gerade fo verhält es lieh mit dem gotb. iup 
(uVco), das durch die gewohnheit der Verbindungen (ahd. 
üfan, agf. upon, altn. uppä) im ahd. z//, mhd. üf, nhd. 
auf, mnl. nnl. op den rang einer wahren praepolition 
erlangt hat. Blau unterfcheide diefes gotli. i'up, ahd. 
üf forgfam von dem goth. uf, ahd. oba (nr. 6.) 
9. dir ift im goth. bloß adverb (oben f. 97); das 
ahd. er aber auch praep. (ante); ebenfo agf. cer ; altfrief. 
dr ; mhd. er, e; das nhd. ehe wieder nur partikel. 
Die bisher abgehandelten praepofitionen fämtlich 
beginnen mit vocalen, die drei folgenden haben confo- 
nantanlaut: 
10. goth. bi, ahd. pi, bi, bi aber auch pa, ba fo- 
wohl in der praepolition Diut. 1, 518 b als der compo- 
nierten partikel Diut. 1, 493 a 496 a 500 b 502 b 515 b 5l6 b 
5l7 a 519 a * b 52i a 530 b 532 b , gl. elwang. 40 c , Ipäter be; 
mhd. be und bi; nhd. be und bei; agf. 6c, bi) big) bi; 
engl, be) by ; altfrief. bi) bi; mnl. nnl. be, bi; den 
nord. dialecten gänzlich mangelnd. Es ift fchon f. HO 
angemerkt worden, daß diefes bi aus einem älteren 
abi, aba *) zu entfpringen fcheine und dem fanfkr. 
folglich auch zu den vocalifch 
Vermuthlich hat das fiav. po, litth. 
po, leit. pee eine ähnliche aphaerelis erlitten (vgl. pod 
mit apud); das fchwed. pa, dän. paa ift aber auf anderin 
wege, aus der altn. zufammenfetzung uppä, agf. upon 
hervorgegangen und, von der aphaerelis abgefehn, un 
vergleichbar. 
11. Goth. du) ahd. zi, 
te) t6; mhd. ze , zuo ; nhd. 
nord. dialecten wiederum fehlend. Zwifchen 
abhi, gr. ini gleiche, 
anlautenden gehöre. 
za, zuO) altf. agf. altfrief. 
mnl. nnl. te, toe; den 
dem goth. 
du und dem te, zi der übrigen fprachen waltet fchon 
ahd. 
gleich heit 
eine Itörung der laute, man follte entw. fächf. de, 
ti, oder goth. tu erwarten. Erwäge ich die 
der bedeutung, fo möchte ich du für identifch mit at 
(nr. 5) erklären und annehmen, daß du aphaeredfeh 
aus adU) ti aus ati, zi aus a^i entftanden fei, adu, du 
# ) vielleicht aus umbi, umpi? davon hernach.
        

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