Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
252 HI. praepofitionen. einfache. 
zufammenhängen, zu den dunkelfien *\vörtern der fprache. 
mehreren und zumal den fpäteren ilt es leichter, ihre 
entftehung aus fubltantiven oder adjectiven nach zu weifen, 
■wobei befonders ihre berührung mit den localpartikeln 
r. 199 nicht aus der acht zu laßen ilt. 
I. Einfache praepofitionen. 
In abficht auf die form, welche hier vorzüglich ins 
äuge gefaßt werden foll, unterfcheide ich einfache, ab 
geleitete und zufammengefelzte; die einfachen praepofi 
tionen wiederum find entweder folche, die nur einen 
confonant, oder zwei enthalten. 
A. einfache praepofitionen mit einem confonant; 
die meiden, was auch zu den urverwandten fp rachen 
llimmt *), vocalifch anlautend; bisweilen fchließt der 
confonant, bisweilen folgt noch ein zweiter vocal, bis- 
weilen tritt apocope des auslautenden confonants ein und 
dann befteht die ganze partikel aus bloßem langem vocal. 
1. goth. 'in; ahd. mild. nhd. in; altf. altfrief. rnnl. 
nnl. in; agf. in, [aber meid durch on verdrängt; altn. i, 
Ichwed. dän. i; identifch ilt das lat. in, gr. altpreufs. 
e/z, litth. y, dagegen entbehrt die indifche und flavi- 
fche fprache einer eindimmenden partikel, und kann 
ihrer entrathen, da die fiexion des localis ihre bedeutung 
übernommen hat **), Dem deutfchen in liegen die lo- 
calpartikeln inna (intus) inn (intro) innafyro und innana 
(oben f. 200) fichtbar nah, und Bopp vermuthet eine 
verwandtfchaft mit dem pronominaldamin i ***), 
2. goth. ana; ahd. ana\ mild, ane, an $ nhd. an; 
altf. mnl. an, nnl. an; agf. on, engl, on; altfrief. an 
und d Br. Hl. 124. 143; altn. d; fchwed. und dän. 
nicht mehr als praep. gebräuchlich, nur als praepofi- 
tionspartikel. Wiederum vergleichbar ift das gr. ava 
und flav. na, mit aphaerefis B des anlauts, wie fie in 
diefer fprache öfter eintritt ****). Das mit der bedeutung 
verwandte in fcheint auch der form nach verwandt, nur
        

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