Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

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III. adverbia der zahlen. 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
tfchy, trifch tfchy vorkommt, fo wird nun weiter fort 
gefahren tfchetyrijhdy (quater) pjcAtiJhdy (quinquies) 
etc. und gleichergeitalt Icolijhdy (quolies) gefagt. Diefe 
adv. dauern im rulf. fort: odnajhdy (fernel) dvajlidy, 
trijhdy, mnogajhdy (multodes) u. f. w., lind aber in 
den übrigen di al ec len der zufammenfetzung gewichen; 
altpoln. galt noch iedriac, dwaiac (Linde 2, 877 a 1, 557 a ). 
Diefes durchgreifende fuffix Jhdy vergleicht lieh nun 
dem lat. ies in qiioties, toties, quinyuies u. f. w., dein 
gr. xig in hoGccMSi voo&xig, tevQaxis, nevTaxig und 
dem fanlkr. hritväs. Sollte nicht auch in dem S oder 
R der adverbialen einzalil, zweizahl, dreizahl ein ver 
kürztes fuffix liegen? das lat. bis würde dann aus 
duoies, ter aus tries, quater aus quatuories; Sig, tqiq 
aus Sims, tqIxls zu deuten fein, wofür außer una£ auch 
vielleicht Sr/a, VQi/a reden, und das fanfkr. fakrit ein 
fakritvas , folglich dvikritvas , trikritvas vermuthen 
laßen. Wie das volle deutfche fuffix anfänglich könne 
gelautet haben, fleht* aus dem bloßen S *) und R jener 
adv. nicht mehr zu ermeßen. 
II. Von der vierzahl an müßen, für die erflen zahlen 
aber können die adverbia durch fubltantiva umfehrieben 
werden, die den linnlichen begriff der bewegung in zeit 
und raum enthalten und entw. im dat. oder acc. liehen. 
1. hierzu dieht am frühlten das goth. mafc. fin^s 
oder neutr. Ulph. verdeutfcht UfrII. Cor. H, 
25 durch dinamtria findet; Slg Marc. 14, 72- Luc. 18, 12 
durch ivdini finfam; tqis Matth. 26, 75- Marc. 14, 72. 
Job. 14, 38. II. Cor. 11, 25 durch prim firi$>am; nev- 
Tcr/Jg IT. Cor. 11, 24 durch fünf imaxig Luc. 
17, 4 fibun an^aramma Jiri\>a (ix Sewipov) 
ift ordinaladverb. Ahd. find habe ich nicht in diefer 
anwendung gefunden, obgleich wir oben f. 128 des lin 
des für ea vice gefetzt fahen. Agf. ßl5 kommt aber 
häufig in den Zahladverbien vor: feover JiZum (quater) 
feofon filSum (fepties) u. f. w., desgl. in Verbindung 
mit ordinalien: forman fi1$e (prima vice) o<5re 
(fecunda vice), \>riddcin f. (tertio). Ebenfo das altn. 
neutr.firm: eirio finni (femel) Stein. 57 a tveim finnum 
(bis) u. f. w.; im fchwed. und dän. iit der gebrauch 
*) (laß diefes aus dem anlaut von ßup oder fiunta ent- 
fp rin ge, darf man kaum behaupten; das fchweiz. drilta (ter) 
könnte dazu verführen.
        

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