Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
III. pronominalbildungen. zuj.jetzung. ±± 
gulatim, gradatim) Diut. 1, 234 (wo ainacera, alfo mit 
z, nicht mit 5 zu ich reiben) einezzem ker. 140. einezem 
Ecc. man. cat. p. 68* und einzen N. Bth. 219. 913. 928. 
Cap. 169* einizen 0. III. 22 , 23**) Ebenfo w ird der 
gen. lg. einizis bei N. pf. 50, 5 adverbial geletzt. Noch 
im 12 jh. zeinitzen fiucchen. Diut. 2, 45. im augsb. 
i'tadtb. a. 1276 p. 31 einzen, enbeinzen. Später häufen 
lieh die ableitungen ; mhd. eirizel, nhd. einzeln (lingu- 
lus) einzig (unicus); für das pJattd. ent ein (br. wb. 1, 
309) haben die Niederländer erilcel. Übrigens vergleicht 
lieh das T und Z diefer ableilung vollkommen dem D 
in fiovds, ddog und /uorddr;v. 
7. ableitendes ISK nur im ahd. von huedar gebil 
deten liuedarijc. Beleg: ni wedrifc (neutrum) Jun. 239* 
8. auf die ableilung AR in hvafar, anfar komme 
ich im fiebenten cap. zurück. 
D. Zufdmmengefetzter pronomina gibt es eine 
inenge, überall aber iii hier nur von uneigentlicher com- 
polition die rede, von bloßem aneinanderfchieben und 
verwachten urJprünglich felbltändiger Wörter. Gewöhn 
lich heftet fich eine partikel an das pronomen oder ein 
pronomen an das andere. Im einzelnen kann lelblt 
zweifelhaft fcheinen, ob die Verbindung wirklich vorge 
gangen , oder nur die aufeinanderfolge zweier Wörter 
anzunehmen ift. Da in goth. handfehriften alle Wörter 
unabgeiöndert liehen, fo müßen andere gründe enttcbei 
den , ob man z. b. läei oder fa ei zu fchreiben hat und 
das letztere kann wenigftens fo gut behauptet werden, als 
ein ahd. thie thar oder fö wer fo Halt thiethar, fowerfo. 
Die entließ ung des einen oder des andern der auf einan 
der folgenden Wörter zeugt für ihre engere Verbindung, 
und wer wollte z. b. ein mhd. fwer , fwasj unvereinigt 
fchreiben **)? dem geilt der früheren iprache Ich eint es 
freilich angeineßen, die noch volleren wortforinen mög- 
lichlt zu fondern; in der grammatifclien unterfuchung ift 
es erlaubt und fogar förderlich, uneigentliche zufaimnen- 
fetzungen anzunehmen, die ihrem begriff nach nichts als 
*) fchlechter mag die form einezun fein, mouf. 394. Diut. 
% 325 b . 
**) wio manag, fo manag, fo gitan wird unbedenklich getrennt; 
vielleicht darf noch fo lih, eddes hua'Z*, auf keinen fall fulih, 
etzwas > etwas, fchwed. f&dan, mul. dußan % ital. Jijj'atto getrennt 
werden.
        

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