Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

III\ adverbia. bildungen. All225 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
ähnliches *), doch erwächit daraus keine adverbiale form. 
Dagegen ift jemals , niemals (oherd. jemalen, niemalen) 
im gebrauch; immer drückt nur Temper, nicht unquam 
aus, nimmer aber nunquam, nimmermehr ilt ein ver- 
ßärktes nimmer. Je und nie geilen beides für Vergan 
genheit und Zukunft und namentlich je mufte diele aus- 
dehnung erlangen, feit immer auf die bedeutung conti- 
nuo befchränkt wurde. 
Die innl. mundart kennt neben ie und nie Stoke 2» 
215 Rein. 745. 1161. 2405 ein oint (unquam) Maerl. 1,2. 
noint (nunquam) Maerl. 3, 263. Rein. 76. 139 (wo noit) 
1824* 2881. 3035- 3053, deren form fcliwer zu erklären 
ilt. hängen lie mit dem mhd. iender, niender zufammen? 
aber die bedeutung ilt nicht usquam, liusquam; oder 
könnte oint aus dem franz. onc (unquam) entlehnt fein? 
emmer drückt femper aus Rein. 19. 4ll. 786. 2366. 
Maerl. 1, 333; verltärkle formen lind emmermer Maerl. 
1280. nemmermer Rein. 1153. Maerl. 3, 263. nenimerme 
Rein. 1105. nemmer Rein. 956. Maerl. 1, 199. Ein alt— 
frief. nammermdr Af. 321* 
N11I. lind, ie, nie veraltet und werden durch oit (oit) 
noit (noit) vertreten; gleichviel mit noit ilt nimmer, 
aber für immer gilt altös (oben f. 131), man unterfcheide 
davon immers, ommers (omnino). für nimmer verßärkt 
nimmer me r. 
Agf. d (femper) net (uunquam) , zuweilen noch dpa 
für a; daneben aber gleichbedeutig cefre und ncejre. in 
diefem aefre fcheint f für v zu liehen, wie man nafela, 
heäfela neben navela heavela findet und wie das engl. 
ever, never beitätigt; aefre wäre demnach der dat. eines 
verlornen fubft. aefer, aever (aevum, feculum), das aus 
dem einfachen äv (golh. äiv) fortgebildet fchiene **)• 
das er in ever, never entfpringt folglich ganz auf anderm 
Wege, als in immer, nimmer. Die engl, vermehrte form 
evermore, nevermore kenne ich noch nicht im agf* 
Alln. ce (femper) Saein. 237 a ey (fernper) Saem. 247 b 
cevct oder cefa (unquam) Saem. 249 b cepagi, cejagi 
(nunquam) oben f. 34; oft hat aber auch asva die bedeu- 
tung nunquam Saem. 84 b 98 b 237 a . Nächftdem wird 
unquam durch um aldr, nunquam durch aldrei, aldreigi 
*) vgl. Parc. 9830 mltis lebens immer. 
**) fch weil ich ift dieles aefer vervvaudt mit goth. afar ; alid. 
avar (herum) agf. älter.
        

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