Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

218 III* adverbia. bildungen. JVT. AI JA* 
p. 311 ; hierher auch 6ßert, we'ßert f. öfter, weiter 
(vorhin 1. 209). Nhd, «/zr/erdialb, w/z/enthalb. Kai. finde 
ich «Z/e/zMialven, minenthal\en, zinenth. und federt 
(deinde) ftatt des innl. feder, wiewohl auch Maerl. 1, 130 
2, 354 bereits fidert hat. 
Anmerkung. fo abnorm in den letztangeführten bei- 
fpielen diele NT, RT fcheinen, indem das T oiFen- 
baren dativen ungehöriger weile fuffigiert wird *); l'o 
zeugt doch das notkerfclie einzent, weitert, in allentfit 
(für in allen fitön) ihr hohes alter. Sie haben gleichfam 
die beftiinmung, an einer abgefchliffnen, verdunkelten 
llexion das ctdverbialifche hervorzuheben. Damit behaupte 
ich keineswegs, daß alle hier abgehandelten NT auf 
einerlei weife entfprungen lind ; es mögen fich mehrere 
iriebfedern gekreuzt haben. Samant zum goth. fainaf», 
enorit zu jaind und geond gehalten, machen wohl die 
vermuthung rege, es könne in cillant, allen! ein goth. 
allap (navcayoGe), in nähunt ein goth. nehvaf» enthalten 
fein, wiewohl in diefem letzten die Veränderung des 
räumlichen in einen zeitlichen begriff anzufchlagen ift **). 
Ganz anderswohin leitete aber die betrachtung der for 
men mittunt und mittundes, denen man eher ein goth. 
fubft. auf und (woran felbft nehvundja gemahnt) zur 
feite Hellen möchte; diefer analogie dürften dann noch 
andere adverbia beitreten. Drittens fcheint fich die form 
nähunt, v er ne nt, J ident mit dem oben f. 96. 95 aufge- 
ftellten accufativifchen nahun, ferron, fiSan, wenn man 
auch eine urfprüngliche verfcliiedenheit der bedeutung 
zwilchen beiden annehmen wollte, mehrfach zu mengen. 
Bevor man entfcliiedner urtlieilen kann, bedarf es für 
diefe clalfe von adv., der im goth. agf. und altn. nichts 
beftimmt entfpricht, weiterer forfchung und lammlung. 
IV. "Bildungen mit div. 
1. einigen goth. Wörtern wird die partikel diu (un- 
quam) fuffigiert: punsdiv (confeftim, ftatim) Marc. 3, 6. 
5, 30. 6, 25. 10, 52. 14, 43. Luc. 4, 39. 5, 25. Joh. 6, 21 
gleichviel mit dem bloßen funs (oben f. 890; halisaiv 
(/tioyts) findet fich nur einmal Luc. 9, 39 und fcheint mit 
■ tlfi kv 'MfiU,. .Cufut. 
*) analog ift die einfchaltung des T in ordentlich Parc. 8007* 
degintlich Lampr. Alex. 2879 «. a* *«• vg 1. gramm. o, 690« 
**) in wellent (quorfum) Lf. 1, 386 d. i. welcher enden hat 
das ent einen tirfprung, den mau iu allent nicht vermutheil kann.
        

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