Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

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III. adverbia. pronominale. 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
Al in. fibi und verilärkt fmrna,; für eo findet 
iicli \>aZrn Säern. 263 b i das zu dem agl'. f>ider liirnmt 
und mit diefem die bedeutung des goth. f>af>, und noch 
mehr die form des goth. J>af>rö hat. fynonyma iincl 
pannig, finnig, fannug Saem. 95 a ll4 a ~ fann veg 
(eam viarn, wie ealneg oben f. 140) und pängat Saem. 
80 b 253 a (foult auch pingat Saem. 152 a ), das -vielleicht 
auch aus fann gat zu erläutern ilt, wenn lieh ein ver 
lornes mal’c. gatr (via, feinita) wahrfcheinlich machen 
läßt ; die fonn pagat gl. fynt. p. 87. würde eher lauf 
f>ä gata von dem gangbaren fein, gata weifen. paZctn ilt 
inde Saem. 43 b 94 a 134 b l4o b 152 a 232 a . Schwed. der 
(ibi); dit (eo); dcidari (inde), wofür auch derifrän. 
Dän. der*)] did und derhen; für inde derfra, altdän. 
deden. Das neunord, dit, did entfpricht dem goth. faf> 
genauer, als das altn. fajra. 
Bis hierher ift die erwähnung einer andern partikel 
form verfpart worden, die der lid. und altf. mundart 
eigen, allen übrigen abzugehen fcheint. nämlich ahd. 
findet lieh neben der partikel dar und dara ein darot, 
abwechfelnd für jede derfelben, doch dünkt es mich, 
ilt die bedeutung von eo, illuc älter als die von ibi, 
illic. im Ludw. lied drückt tharot offenbar foviel wie 
fonft thara (eo) aus und dafür zeugt auch das völlig 
analoge huarot, das in einer alten glolfe quo, und nicht 
ubi überfetzt. 0. V. 23, 160 ilt aber thorot illic und 
ebenfo lieht bei N. doret, der et, teret (ibi, illic) pf. 
83, 8* 84, 9. 110, 8. 114, 8. Bth. 75 dein hier (hic) und 
nicht dem hara (liuc) entgegen **). Das altf. tharod 
bedeutet illuc, wie herod Jiuc, huarod quocunque, da 
jedoch letzteres auch ubi bezeichnet, könnte es in an- 
*) diefe dän. partikel der, in ihrer relativ bedeutung ubi, 
und ebenfo das frief. ther in gleichem linu, dient zu unbeholfenem 
ausdruck des relativprouomens qui, quae, quod für alle gefchlech- 
ter, für den fg. wie den plur. Der fchvved. fpraehe ift eiii 
folcher gebrauch des der fremd. Offenbar hängt er zufammen 
mit dem ahd. enclitifchen dar, de und da (oben f. 20), die das 
relativ hervot heben und mit dem altn. er (f. 22) welchen aber an 
dere pronomina vorauszugeheu pflegen, woran ßch die partikeln 
gleichfam anlehnen. Ganz vergleichbar fcheint das in deutschen 
volksmundarten unveränderlich für das relativpronomen gefetzte 
wo , u>a (ubi) vgl. Stalder dialectol. p. 120* 
**) zwilchen darot, deret und ekrod , echert, okkeret (oben 
f. 113» 1140 waltet kaum auaiogie.
        

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