Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

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III. advcrbia. pronominale. 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
than vor, welcher aber auch hier das comparalivifche 
quam Vorbehalten bleibt. 
Das agf. pd flimint genau zu dem lebendigen acc. lg. 
fern, und fetzt, wie mir felieint, den urfprung der par- 
tikel außer allen zweifei. es bedeutet tum, dum, cum, 
quando und wird für die drei letzten begriffe häufiger 
gefetzt als Jonne; quam nach comp, kann es nie aus- 
drücken. Engl, ilt diele partikel verloren. 
Im altn. pä begegnen lieh wiederum partikel und 
wirklicher acc. fg. fern., da aber die partikel f>ann gänz 
lich mangelt, fo lieht pä allein für die begriffe cum und 
tum zu gebot, nur nicht für quam nach comp., welches 
durch enn gegeben werden muß. Das altn. Ja (ohne 
Jann) fleht hiernach dem goth. Jan (ohne Jo) gerade 
entgegen, die eoncurrenz beider parlikeln aber in der 
mitte, fo jedoch, daß lieh das überwiegende denne im 
itrengahd. auf die gothifche , das überwiegende tbuo, Ja 
im fächf. auf die nördliche feite neigt. Schwed. dk 
(turn), dän. da. 
Das mhd. cZ4 verhält lieh wie das ahd. und bleibt 
ßreng gefchieden von dem ans ahd. dar entfprungnen da 
(ibi). Zuweilen fleht auch duo für dd, z. b. Parc. 4939 
(: fruo) Nib. 1757,4. 1768, 4. fit duo, klage 49- duo: zuo 
Diut. 3, 50. und in diefer dichtung des 12 jh. häufig 
duo außer dem reim. Nlid. ilt das mhd. dd, wahr- 
fcheinlich durch liiederdeutfchen einfluß, zu da geworden 
und mifcht lieh mit da (ibi); für die bedeutung cum, 
quando concurriert mit da die nlid. partikel als, die lieh 
auch für das comparativifche quam, neben denn, geltend 
gemacht hat. 
Das mnl. doe entspricht in form und bedeutung dem 
altf. thuo; einigemal erfcheint doen Maerl. 1, 304. 336, 
welche Ich wer zu erklärende form in nnl. toen (mit t, 
um es vom verbo doen, facere, zu unlerfclieiden) ganz 
die oberband gewonnen und das richtigere doe verdrängt 
hat. Sollte fie aus anlehnung der negation (vgl. doene 
Hein. 711« 827.) erwachfen fein? aber jene fätze bei 
Maerl. find pofitiv; vergleichbar febeint etwa das nnl. 
Wien (quis) für wie. Die mifchung der begriffe tum 
und ibi in dem nhd. da iß diefer mundart fremd. 
d. Weitere fortbildung des acculälivifchen Jan felieint 
die gotli. partikel pande, wofür lieh Luc. j, 34. 16, 3 
auch die form Jandei findet. Sie überfetzt cm, wenn
        

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