Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

4 pronominalbildungen. einfache ftämme. 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
fubftantiva, zu erwähnen, die entweder felbft als pro- 
nomina gebraucht werden, oder iie in zufammenfetzun- 
gen bilden helfen. 
±. die cardinalzahl di ns behalt im goth., wie unus 
im lat., ftels ihre lebendige bedeutung und artet er ft 
fpäter in den unbeftiinmlen artikel aus, was in der fyn- 
tax um Händlicher zu zeigen ift *). Die Ordinalzahl cin- 
par hat dagegen fowohi im goth. dialect als in allen 
übrigen, und gleich dem lat. alter, gr. i'TSQos, bereits 
pronominalen linn. 
2. das bei Ulphilas häufige fums, /uma, fumata 
überfetzt ihm das gr. unbeitimmte tiq, t/. bemerkens- 
werth ilt äins fums eh Tis Marc. 14, 47* 51; bi fumata 
ano fieQOVS II Cor. 1, 14. **) Ebenfo das ahd. fnmer, 
fumiu, fama5 z. b. hrab. 973 a ; altn. fumr, fum, fumt; 
agf. fuiii$ altf. fuin$ allfrief. fum* Späterhin itirbt das 
einfache pronomen ineiltens aus (ein mhd. beifpiel ift noch 
MS. 1, 184 a ) und erhält ficli nur in der zufammenfetzung 
mit lih. Die dänifche (nicht die fchwedifche) fprache 
hat den pl. Jomme (quidam) bewahrt, andere überbleib- 
fei in der Schweizermundart zählt Stalder 2, 377 auf. 
Auch im engl, dauert Jörne fort. Von dem folgenden 
fam ift fum beftimmt zu unterscheiden, wurzelhaft kön 
nen aber beide verwandt fein, wie ich 2, 55. nr. 565 
aus mehrern berührungen gefolgert habe, die begriife 
felbft, allein, ein und einig begegnen lieh. 
3. goth. fa fcima, fo J'amo, f>ata fam6, 6 cf tos, y 
avTfj, To avTO, idem, eadein, idem; die ftarke form 
l'ains mit der bedeuiung ainos, ipfe ift nicht nachzu 
weifen, und es gilt dafür 111 ba. Ein ahd. der läino, 
diu fama, da^ famo findet lieh nicht und kann nur aus 
dem adv. fama (aeque), dem compof. iämalih (aequus) 
und den vielen mit -fam (graimn. 2, 573) gefolgert 
werden. Auch kein agf. fe fama, feo faiue, fät farne 
zeigen die quellen, was befremdet, da fogar ein engl. 
*) Mhd. bedeutet das neutr. eine?, ohne beigefügtes fubfi., 
zuweilen fo viel als: ein ding, ein ort; z. b. cod. pal. 361, 2 a 
eiue^, 'heizet rötunda ; 9l a eineZ^ , heißet Karies tal; ib vuorteti 
eirn?* al tmibe die fiat'. Alexand. 4707 dannen buobevvir uns dö 
an ein, heißet Accia. MS. 1, 34 a eine% (ein wort.) ßerlh. 260. 
einest heißet der dürft. 
**) sujnäi piudd , rives EAAvvet .Toh. 12» 20 wie piä piudö, ol 
rehwvttt Matth, 5) 46‘ e * iSvMOi Matth. 6, 7«
        

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