Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
IILadverbia.fubJtantivifche. praepofitionale. 143 
cafus eines fubft., der fchon für ficli das adv. ausdrückt, 
zu hervorliebung des adverbialen begriffs, eine praepo- 
fition beigefugt, ohne daß ficli die bedeutung ändert. 
Denkbar kann aus der Verbindung vieler finnlichen oder 
eines jedweden abftracten fubft. mit praepolidonen ein 
folches adv. entfpringen, man wird es aber eilt dann 
annehnien, wenn es durch wiederholten gebrauch ein 
geführt worden ift, und am iicherften, wenn lieh eine 
abgezognere bedeutung, als der gehalt der Worte mit 
bringt, daneben einfindet. Zu berg drückt uns furtum 
aus, zu thal deorlüm, zurück retro, ohne daß wir 
uns der begriffe berg, thal und rücke dabei zu erin 
nern brauchen; aber auch unfer mit willen (fponte) 
mit Heiß (ex compofito, contülto) ift merkbar etwas 
anders, als .wenn wir diefelben Worte und in derfel- 
ben conftruction für voluntate und cum diligentia fetzen, 
obfehon diefe ebenwohl voluntario und diligenter be 
deuten dürfen. 
1. Genitive. agf. t& gegenes, t6 geanes (obviam, 
e contra) Cädm. 105, 24. öeov. 52. altf. tegegnes. ein 
alid. zi gaganes läßt lieh nicht nach weifen. Den geni- 
tiv erkläre ich wie oben f. 104 bei tö efenes, daß 
aber gegenes einem fubft. und nicht adj. angehört, 
folgt aus dem alid. dat. zi gagane, pi gagane (nicht 
gaganemo); diefes fubft. gegen, gagan mag was das altn. 
möt (concurfus, conventus, modus) bedeutet haben, denn 
ein altn. tilmots entfpricht jenem tögegnes. Das nhd. 
unterwegs lautet in der früheren fprache nur unter 
wegen, das nnl. thcirids, thans entfpricht dem mhd. 
ze hant, und lautet auch mnl. meiftens thant, z. b. 
Maerl. 1, 96. Hierher gehören die fchwed., tilhcinds 
(in promptu); til Icöps (venum),' til ßijtes (viciffim); 
til jkäriks (gratis); til ßädes (praefto); til fammans 
(una) und die dän. tilbunds (zu grund); til kiöbs; 
ferner die fcliwed. i morgons (heute morgen, verfch. 
von i morgen, cras); i ajtons (geftern abend, verfch. 
von i afton, heute abend). 
2. Dative fg. das gotli. in funjäi Luc. 1, 75. Joh. 
17, 17* 19* II. Cor. 7, 14 ift kein adv., fondern das 
wirkliche iv oGiourfu, Iv Trj uXrßeia- in diva Matth, 
9, 33. Ahd. in marine (inter homines) 0.1. 18, 95; 
in höre (furfum) N. Cap. 89. Bth. 197. 229? in Hzajke 
(viciffim) ker. 282, wofür aber in gitajke Diut. 1, 278 b 
von einem neutr, gizafki oder gitafki, dunkler bedeu-
        

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