Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

III. adverbia. fubftantivijche. gcnitivijche. 133 
derselben Wörtern gebildet und ihnen gleiclibedeutig 
find, z. b. frarnvegis von dem gotli. framvigis (nicht 
framvigjis), ärdegis von dem ahd. elages (nicht eteges), 
obgleich ich ein compolitum etac (ohne i) nicht für un 
möglich halte. So ilt ferner okeypis anders formiert 
als ein inlid. lämtkoufes (und warum nicht unkoufes?), 
iafnfoetis anders als ein nnl. barvoets'; jenes fornaemis 
anders als das ahd. furenomes; bloß andhaeris hält eine 
genauere Vergleichung aus mit dem oben f. 91 zu den 
adjecdvifchen adv. gerechneten widerheures. 
Neunord. nur noch einige diefer adv.: fchwed. in- 
bördes (mutuo) dän. indbordes; fchwed annörledes (ali- 
ter) likaledes (fimiliter), dän. anderledes, ligeledes; 
fchwed. frcimdeles (porro), fcirdeles (praefertim), dän. 
fremdeles, färdeles; fchwed. jemjides, dän, jävnlides. 
2. adv. gen. Jg. majc. fchwacher form. 
Ahd. willin (fponle) ker. 261. Diut. 275 a felpwil- 
lin (fua fponle) K. I6 a Jun. 228; agf. villan (ultro) 
Cädin. 59, 23. freilich könnten will in und villan auch 
dative fein, ein goth. viljins oder ein inines willin, 
mines villan würde entfcheiden, wenn nicht fchon die 
analogie von danches, fances, gevealdes entfcheidet. 
Ein mhd. adv. willen, Unwillen kommt nicht vor, muot~ 
willens (fponte) hat Oberl. 1091 aus einem lid. Sfp. 3, 48- 
3. adv. gen. Jg. fern, lind nicht ganz zu leugnen, 
haben aber etwas anomales. Vor allem gehört hierher 
das ahd. nahtes (noctu) 0. I. 19, 26. II. 12, 9« N. 76, 3- 
120, 6. Cap. 45 zumal neben lages, tages indi nahtes 
K. 24 a und fogar eines nahtes IN. Cap. 139» agf. däges 
and nihtes; vielleicht ein durch die anomalie gehegter 
überreft allerer flexion (goth. nahts f. nahtäis), denn 
der lebendige gen. lautet ahd. naht, agf. nihte. Das 
mhd. adv. nahtes Trift. 14247-!verbindet lieh noch ent--, 
fchiedner mit einer männl. form des pronomens oder 
adj. des nahtes Mar. 61- Parc. 5030. 12716- Nib. 1108, 1. 
MS. 1, 37 a Barl. 45, 5« amgb. 38 a des Jeiben nahtes 
Wigal. 5304- Barl. 282? 23- eines nahtes Nib. 1340, 1♦ 
Tritt. 13680- MS. 2, 13 a ; doch nicht fo ausfchließlicli, 
daß die regelrechte weibl. form ganz ungebräuchlich 
wäre, der feiben naht fleht Barl. 200, 28. der naht 
Barl. 235,27- der nehte (ea nocle) Tritt. 5508; feltfa- 
mer itt die Verbindung beider gefchlechter: der dritten 
nahtes. Lohengr. 175- Khd. können wir noch des 
nachts, nicht aber eines nachts, deffelben nachts lägen. 
n-U-cf • v . Cfyf. Id - 
lii*. 
Ztrvf,
        

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