Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

III\ adverbia. adjectivifche. praepofilionale. 105 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
cfes (verfus) engl, towards. Da die praep. to, ie fonft 
den dativ regiert, lo fcheint diefe conftruction auffallend, 
iie muß als überreif einer alteren Verbindung des to mit 
dejn genitiv betrachtet werden , w r ofür /ich auch tö sefe- 
nes (ad vefperam) und to fas (ad id) anführen läßt, 
das altn. til falls (omnino) ift in der Ordnung, da til 
ftets den gen. erfordert. Und nicht bloß to, auch andere 
praepofidonen, die fpäter keinen gen. zu hch nehmen, 
juüßen ihn früher regiert haben, wie die Verbindungen 
vor des (goth. faürfis, faürfize) e des, aftardes, gagen 
des, fone des (Graft* praep. 280. 281) lehren. Bemer 
kenswert!! ift, daß die angeführten agf. adverbia auch 
felblt wieder zu praepofitionen dienen und caiüs regieren, 
z. b. tomiddes fam itreame (in medio flumine). Sollte 
in dem dunkeln ahd. furenomes furi praepolition und 
nomes, names ein auf gleiche weife davon abhängiger 
gen. fein? Im mhd. erfcheint außer twerhes (oblique) 
ein gleichbedeutiges enttverlies (in twerhes) troj. 12598 
und g. fchm. 994 *); im nnl. nevens (für en evens) 
und benevens (be enevens), aus welchen das kaum 
erkenntliche nhd. riebß und benebfi geborgt ift. End 
lich gehört hierher das fchwed. öjverens, dän. over~ 
ens (nhd. überein). Durch betrachtung der drei letzt 
gedachten adv. entwerhes, nevens und öfverens wird 
man in der vorhinaufgeftell ten anficht wieder wankend 
gemacht, in ihnen fcheint weniger die praep. den 
gen. hervorzubringen, als vielmehr ein vorhandnes 
adv. entwerch, eneven, öfveret (?) nochmals durch 
den genitiv adverbial gefetzt zu werden, ich will auf 
eine analoge erfcheinung unten bei den lübftantivifchen 
genitivadverbien zurückkommen. 
2. bei dem dativ unterfcheide ich adj. Harker und 
fcliw. form. 
a. ficirhe dative fg. flehen auf diefe weife fehr fei 
ten, pi langanemo (paulatim) gl. hrab. 958 a (deorfuin) 
monf. 359* (perpetim, cottidie) inonf. 4ll kaum, weil 
es dreimal vorkommt, fchreibf. für pi langemo, lanc- 
fairiemo, fonft aber ift die form und abweichende be- 
deutung gleich räthfelhatt, da kein adj. oder partic. 
langan vorkommt; foll man ans altf. lungan denken 
und pi lunganemo vennuthen ? vielleicht darf das 
*) nicht in diefe reihe fallt das mhd. ze gdh'es, in welchem 
das ze nicht präp. fondern bloße partikel ift, wie auch der linn 
liiinis fubito ergibt.
        

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