Full text: Georg Schepeler

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Oeorg Schepeler wurde am 29. Juni 1777 in Bremen geboren. Mit acht Geschwistern 
wuchs er im Hause seines Vaters Andreas auf, der sich in Bremen zu erheblichem 
Wohlstände emporarbeitete. Seine Mutter Margarete war die Tochter des Pfarrers 
Schering in Verden. 
Im Geschäft des Vaters machte Georg seine Lehre durch. „Selbst im Winter“ — 
so berichtet sein nachmaliger Schwiegersohn Thomas in einem 1849 niederge 
schriebenen Nekrolog — „mu&te er mit den anderen Lehrlingen morgens nach 5 Uhr 
schon das Kontor kehren, Feuer anmachen und andere niedrige Dienste verrichten etc.“ 
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GEORG SCHEPELER FRAU GEORG SCHEPELER 
GEB. HEBENSTREIT 
Als Achtzehnjährigen treffen wir Georg in Hamburg bei einem Onkel als Konforgehilfen 
Hier scheint es ihm nicht gefallen zu haben. Der Onkel war sehr sparsam veranlagt. Als 
er erfuhr, dalj Georg einmal in seinen freien Stunden in einem Wirtshause mehrere 
Tassen Kaffee getrunken hatte, nannte er ihn einen Bremer Verschwender, der es zu 
nichts bringen werde. Was Wunder, dafj Georg sich mit Plänen trug, die ihn möglichst 
weit weg aus solcher nicht sehr schäfeenswerten Umgebung bringen könnten. 
Paris war das Ziel seiner Träume, die Stadt der Revolution und des Fortschritts. 
Mit einigen 100 Luisd’or reiste er ab. Es würde zu weit führen, seine Schicksale in 
Paris ausführlich zu beschreiben. Es sei festgestellt, dafj er trofe vieler Gefahren 
und Mijjhelligkeifen, anscheinend doch froh, den unsicheren Boden wieder verlassen 
zu können, nach Bremen zurückkehrte und die Firma des inzwischen verstorbenen 
Vaters weiterführte. Seine Geschäftstätigkeit brachte öftere Reisen mit sich, auch nach 
Frankfurt führte sein Weg. So kam er auch nach dem Hebenstreitschen Kontor, in 
das Elternhaus von Anna Elisabeth Hebenstreit, die bald seine Gattin werden sollte.
	        

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