Full text: Brief von Hugo Wegener an Wilhelm Schwaner 

Ich erkenne u.[nd] achte die Glaubensempfindung anderer, aber mein Inneres muß erst anders beeinflußt u.[nd] gebaut sein, wenn es anders "glauben" soll. Ich stehe mehr auf dem Boden, den die Schrift der 2 andeutet, die Freund Simons (?) zuletzt im Verlag nahm. Ich stand lange Zeit mit Maria Laach in Verbindung u.[nd] habe von dortigen Jesuiten Schriften u.[nd] Werke geschenkt bekommen. Die Briefe haben auf mich  schon  immer Eindruck gemacht, aber nur bezüglich der .....der Glaubensstärke u.[nd] Glaubenstreue dieser Menschen. Ich stehe neuerdings impfgegnerisch mit einem Stadtkaplan Baierns (Bayerns) im Briefverkehr. Trotzdem werde ich .... nicht entfernt beeinflußt. Ich habe den Standpunkt dieser meiner Gegner verstehen gelernt u.[nd] werde höchstens im Urteil milder. Sonst aber nichts. Für diesen u.[nd] jenen Menschen dies u.[nd] jene Verhältnisse erkennen u.[nd] als notwendig verstehen lernen, das ist so überaus notwendig, wenn man gerecht urteilen will. Das ist oder sollte unser Bestreben sein. Trotzdem kann ich bei aller gerechten Anerkennung für diesen u.[nd] jenen Menschenihn doch ganz u.[nd] gar ablehnen, sobald nicht er allein, sondern das Volkes ganze in Frage kommt - als irgend eine Sache. Ich kann  mich z.[um] B.[eispiel] genau in den Judenstandpunkt versetzen u.[nd] kann jeden Hebräer von diesem Standpunkt aus völlig menschlich begreifen, verstehen u.[nd] gerecht beurteilen. Aber nur als Hebräer. Sowie unsere ..... aber in Frage kommt, muß ich ihn wie jeden ..... u.[nd] .... ablehnen u.[nd] bei der Characterlosigkeit der .........

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