Full text: Altdeutsche Waelder. - Band 3

So Der Weinschwelg. 
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der Jagdhunde sämmtlich weit besser aus der deut 
schen, wie der nordischen Mundart verstehen, Stap 
pt ist Stöber, Stup fer, Stäuber in unserer Jäger 
sprache, koska (dieHündin) das deutsche teutsche, 
kusche, verwandt mit' dem slav. luska, liska, Fuchs, 
vgl. licisca im Waltharius u. dgl. m. *) Daß mithin 
ein deutsches Gedicht von diesen Begebenheiten einmal 
dagewesen, stand gar nicht zu bezweifeln, allein die 
Wilkinasaga bezieht sich lediglich auf niederdeutsche 
Quellen, unser Zeugniß beweist nunmehr, daß es auch 
in Ober deutscht and bekannt war. 
In dem ganzen Kreise ragt I r o n, der gewal 
tige Jager, fein Jägermeister Nordian (minn hin«, 
besti veidimadr) die große Jagd im fremden Wald 
und der an deutsche Volksmärchen mahnende **) Zug 
von dem unverdienten Jagdglück des feigherzigen Wal- 
dimar^hervor. Die Erlegung des Wisunt wird S. 
332 — 35 . umständlich beschrieben. Der Name N»r- 
dians stimmt sichtlich überein, statt Jron aber liest die 
deutliche Handschrift Mtam oder Jtam, welches ich 
für einen Schreibfehler statt D sa n zu halten geneigt 
bin. Eisen, Isen ist ein üblicher Heldenname***) 
und Jron die altniederdeutsche (nicht: nordische) 
entsprechende Form. (a. s. irn, uni und daneben ifen, 
isern, Ulfil. eifarn, hochdeutsch isen, isarn, engl, iron, 
*) So ist der Name Brandenburg, die Verwechslung von 
Tyrus und Thüringen blos aus der in Deutschland 
selbst vorgegangenen Umdichtung der Sage erklärlich. 
**) Kindermärchen l. Anhang xn. 
***) Vgl. die Zusammensetzungen Isanbert- Isambert- Jsam 
grim re. 
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