Full text: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79 
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Es schimmerten Perlen an seiner Brust, jedermann veiwunder- 
te stch da: 
Kein Vogel war unter der Sonne so schnell, der ihm konnt 
folgen auf der Jagd. 
Eintrat der junge Hammergrau, stellte sich vor die Tafel sofort: 
Er war klug im Reben, konnte fügen viel gut seine Wort. 
Heil Euch, König von Dratensvendel, die andern will ich nicht 
nennen: 
Morgen kommt Wolf von Bern, seines Vaters Ted zu rächen. 
„Viel lieber mag er bleibe» daheim und hüten das Vieh auf 
der Heide, 
Als daß er mir zu entbieten wagt, morgen komm' er mit mir 
zum Streite. ' 
„Bester war .hm daheim zu ble.bcn, und zu kriechen untern 
Fels wie ein Wurm, 
Als da, wo gefallen der Barer sein, erregen Zank und Sturm. “ 
„Bester wär ihm daheim zu harren, zu kriechen unter die Dor 
nen so harr; 
Sein Vater stand mir nur einenHieb, er selber steh: ihn nur halb." 
„Sein Vater stand mir nur einenHieb, mitten auf dem Bier- 
tings-felsen: 
Beim andern Hieb, den ich ihm gab, inußt' fallen der Herr 
zur Erde." 
Hört Ihr, König von Dlidevendcl, den Zahn haltet vor die Zunge, 
Denn es wachst auf der junge Wolf mit scharfen Zähnen im Munde. 
„ES lebt kein Kämpfer auf der Welt, der mich könnt bringen 
in Furcht, 
Mein nur Vidrich VerlanLS Sohn, der aber ist nicht dort. 
Da aber sprach der Bote zu ihm, das Wort, das bracht' ihm Leid: 
Das ist Vidrich Verlanbs Sohn, der wird vorstehen im Streit. 
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