Full text: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79 
— i 7 r - 
„Gern will ich taufe» laßen mich, nach christlichem Glauben streben. 
Euch folgen hin gen Dänemark, bei Euch, junger Svegder, leben." 
Am Sonnabend that sie die Taufe und Christen - Glauben empfangen. 
Am Sonntag ihre Hochzeit geschah; sie lebten in Ruhe zusammen. 
Sie tranken Hochzeit einen Tag, und wohl der Tage neun; 
Da saß, und sorgte für jeden, der alte Mann dabei. 
Hab Dank, du junger Svegder, so treu hat «rs gethan: 
Er macht' ihn zu einem Ritter, und setzt' ihn oben an. 
Nun hat der junge Svegder überwunden all seine Noth: 
Er ward im Lande König, sie Kön'gin nach des Vaters Tod. 
Du redest deine Worte wohl! 
33. 
Brautwerbung. 
Wulf der hauset zu Odderskier, ist reich und kühn zu preißen: 
So rasche Söhne hat er zwei, die laßen sich Kämpfer heißen. 
Nun treibt der Wulf am weißen Sand im Norden. 
Wulf der hauset zu Odderskier, har Söhne so klug im Sinn, 
Die wollen, um die Königs Tochter zu werben, nach Upsals 
Berge hin. 
Das war der junge Helmerkamp, der satteln ließ sein Pferd: 
„Wir wollen reiten aus zu Land, steien die Königstochter werth." 
Das war der junge Angelfyr, der satteln ließ sein Pferd: 
„Wir wollen reiten gen Upsal, wenn unter uns berste die Erd/' 
Als sie kamen in den Burghof, da achselten sie ihr Kleid, 
Sv gingen sie in den hohen Saal vor dem König von Upsal ein.
	        

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