Full text: Frau Aventiure klopft an Beneckes Thür

fffr m- ^O^OjY q &Wi^r\Cte. r J / uM~^ar\y$"taj> • 
ö-t—Ö 
21 
(Reinh. 653. 659), januam pulsare, verberare, oder den rinc rüeren (Parz. 182, 
13. Wigal. 7254. 59.) Anderemal läfst sich aber die Aventiure zu gaste ein 
lade n, und sitzt am heerde nieder um zu erzählen, ze fiure laden (Wh. 5, 6) 
ist was ze hüse laden (Friged. 141, 20. Ms. 2, 251. Roth. 897. Ls. 2, 613), hfom 2.? htfA ^u)pn- 
Walther sagt 19, 35 ich hin wol ze fiure körnen, ich habe nun eignen rauch, [jitrfi. \A$. ZZfcj 
unter den leuten um wandert auch das Sprichwort und sucht sie heim: 'ein alt 
Sprichwort hän ich vernomen, daz manegem zuo der tür ist körnen’ heifst es in 
der livländ. chronik 78 b . Landfahrende pflegen einen stab zu tragen, und mit 
ihrem wanderstab hatte wol frau Aventiure an des dichters thür gepocht; Tit 3153 
ist ausdrücklich vom stabe der Aventiure die rede, mit dem sie wildschweifenden 
(springenden, fliegenden) mseren gebieten kann, den sich der dichter leihen 
lassen will; oder mufs in dieser stelle 'stap der aventiure' verstanden und 'so sie 
gespringen auf diesen gen. pl., nicht auf das abstehende maere bezogen werden? 
springen bedeutet zwar laufen, aber auch abspringen, ablenken, und der dichter 
in dem reichen gewirre der begebenheiten bedürfte des springstock s zum Übergang, 
(zu der digression.) Tit. 55 wird gesagt, die Aventiure habe einen weiten Sprung 
unter ir gesinde, d. h. unter die in ihrer erzählung auftretenden genommen. Sie 
fährt auf der strafse (629) und in des dichters geleite (628); solang ihr ein herr 
gebricht, der sie stütze und halte, ein hauptheld nemlich, dessen thaten die hörer 
fesseln, fährt sie noch 'mit ungersete’ (5072), rathlos und bekümmert. Auf ihrem 
zuge wird ihr aber eile zugeschrieben (4323. 4635), sie hat so viel zu berichten, 
dafs sie schnell von einem zu dem andern mufs. Wenn Wolfram Wh. 5, 7 sie 
mit den gästen fahren läfst, meint er dafs sie bisher nur von fremden, den Wel 
schen, noch nicht von Deutschen gedichtet worden und eben darum des einladens 
würdig sei, an geste = gesta, wie Trist. 8946, ist hier kaum zu denken. 
Ihren heimlichen verkehr mit dem dichter deutet jenes schönste wechselge- 
spräcli an. sie will in sein herz einkehren, fast hat er die anklopfende erkannt 
und meint, dafs es ihr da zu enge sei. 'wie noth darum? so werde ich kaum blei 
ben und mich nicht hei dir zudrängen (dies dringen behält auch Albrecht 3964), 
ich dachte von deines beiden wunderbaren thaten zu erzählen. 1 'ja seid ihrs, frau 
Aventiure? wie geht es dem anmutigen?’ er fragt, ohne sich mit entschuldigungen 
aufzuhalten, augenblicklich nach dem, dessen geschickte sein ganzes dichten und 
trachten füllt. Aus den stellen bei Rudolf erhellt, dafs beide, die Aventiure und 
der dichter zusammen sinnen und den ausgang der begebenheiten unter einander 
ordnen, der held gehört ihnen gemeinschaftlich an (Parz. 434, 1); sie bescheidet, 
m>\l. ixb CWonhjrti j UftruV re-, ^ Öl *f t. frp Cctrr\ oe-^öua -p-ToA 
OlOzV gjoctCd-fev . Wb-wd. L KojÄ* • et&aM ZJ- 
^ CMJPYliuOYe mn IdtkQ/t O Vj f n mn 
CiXkTrvi kciA (Xuenluor* j /
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.