Full text: Frau Aventiure klopft an Beneckes Thür

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5499. 
5512. 
5880. 
5882. 
5883. 
5884. 
5887. 
5888. 
5908. 
5951. 
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noch wil diu Aventiure ir zierde zuo werdem nutze bringen, 
hie mit unhoveliche 1er ich doch nieman werben, 
ze wolgeborn, ze rlche ist des diu Aventiur, ob sie verderben 
nu solt mit keiner slahte mseren, 
da mit uns die verkerten nach ir willen an wirde mohten ervseren. 
umbe riche soldamente wser ich siner aventiur nilit ende gebende, 
des wil diu Aventiure ein teil nu fürbaz mäzen 
üf ein ander stiure. 
die Aventiure habende bin ich Albreht vil ganze, 
die werden mich hie vehen, ob ich klagende läze 
dirre Aventiure flehen, 
sol disiu aventiure ein ende hän mit riuwe? 
nein, sie ist so gehiure, ez was ein tugent diu höhste, heizet triuwe 
da mit sich disiu aventiure sol enden. 
ich mein die üzerkornen, die houbet wären al der aventiure. 
und alle die mich stiuren mit Worten und mit gebene 
an disen aventiuren. 
nu ist diu Aventiure da her sö vil diu klagende. 
Überschlagen wir nun die ausgehobnen stellen alle, so mag zweifelhaft bleiben, 
ob nicht einigemal noch auf aventiure jener allgemeine begrif von geschichte und 
erzählung angewendet werden müsse, dessen sich die dichter neben der personifi- 
cation fort bedienen konnten: war ihnen Aventiure geläufig, so dürfte man umge 
kehrt auch ihre redensarten: diu aventiure uns kündet, als mir diu aventiure swuor 
u. s. w. von der leiblichen Aventiure verstehn. Die belebung kündigt sich durch 
anrede und vorgesetztes fr au entschieden an, Albrecht nennt die Aventiure süfse, 
werthe frau (5237. 5304), wolgeboren und reich (5512), was den dichter bezeich 
net, dem es um höflichkeit (2473) und kurtesie (2544. 3545) zu thun ist; man 
soll in ihren hulden bleiben (3963. 4636.) Bedeutsamer sind uns aber folgende 
züge. frau Aventiure wird als höheres wesen geschildert, das im lande umzieht, 
vor dem hause des dichters plötzlich erscheint und einlafs fordert, in seines 
herzens engen raume will sie herbergen. dies hat Wolfram unvergleichlich ausge 
drückt und Albrecht ahmt ihn nach (3962—65.) tuot üf! ist der gewöhnliche aus- 
ruf derer die eingelassen sein wollen, unser heutiges: macht auf! auch sonst: tuot 
üf die tür! Wigal. 5704. tuo üf, ich klopf an mit Worten, lä mich in! Frauend. 
515, 24; aufser klopfen, üzen klopfen (Wh. 130, 1), sagte man bözen oder bern 
Vqt. 'fß.'h. C-ör>rr\<b «AJtufcr«, qvnf rnahn oS• 
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04 tiw |Ya\o kt fUv>V. 1 , 32 .^ *
	        

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