Full text: Altdeutsche Gespräche

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sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm 
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fchande wunden, fo daz im lafter bi hefte und daz in ere gar verbirt . da 
denket an, fit gruozes milt: daz freut den gaft und er et wol den wirt. der 
Unverzagte MSHag. 3, 45 a man fol den geften mit dem gruoze und mit der 
frage nähen. 45 b ich bin ein gajt den fremden liuten unde ein Wirt der finne, 
und fuoche nach der frage manegen riehen edelen man . Frauenlob feite 
244 des ßiche ich nä den liuten bi mit ßihte und mit der hrumbe: nieman 
enf raget wer ich ft Cato (Liederfaal 1,568) mit fweme dir befchcehe ze gän, 
den folt niht ungefräget län den namen ftn, wä er hin ge od wä fin wille fte. 
der pilger ift fchon an feiner kleidung kenntlich und erwartet gleich einlafs: 
ein lied Gottfrieds von Neifen (MSHag. l,59 a ) beginnt von TValhen fuor 
ein pilgerin, er bat der hereberge in der minne . 
Unfer denkmal beginnt mit dem fachlichen Wörterbuch, zuerft caput 
wie in den Caffeler gloffen und in einem abfehnitt der Trierer und Wies 
baden dann folgen wie dort einzelne theile des gefichts, ferner manus pe- 
ctus venter. w r ir haben eine abfehrift vor uns, das zeigt der fehler zunguen 
dentes, wo w r ahrfcheinlich zwei zeilen in eine zufammen gezogen find: wirk 
lich folgen in den Schlettftädter (Haupts zeitfehrift 5,356) und Trierer glof 
fen (2, 30) zungä lingua und zeni dentes aufeinander, mit guanbe brach der 
fchreiber ab und zog es vor aus gefprächen, die wrahrfcheinlich in derfelben 
handfehrift ftanden, vielleicht urfpriinglich zu dem Wörterbuch gehörten, 
einiges abzufchreiben. 
Diefe gefpräche bewegen lieh in ereigniffen des täglichen lebens. ein 
fremdling tritt zur abendzeit in ein haus, wo er für die nacht wünfeht auf 
genommen zu werden, um am nächften morgen feine reife fortzufetzen, er 
fpricht den üblichen grufs, und der hausdiener (oder wer es fonft ift, nur 
nicht der herr des haufes felbft, das ergibt fich aus zeile 28), der ihn als fei 
nes gleichen betrachtet, fragt wo er das letzte nachtlager gehabt habe ( naht- 
felede Dietleib 5554. Walther und Hildegund I. 6,1. Heinrichs von Türlein 
Krone Wien. hf. 54 c . alfö tribet er daz jär hin ze fremden nahtfelden War 
nung 920), um zu wiffen wo er herkomme, der fremde antwortet e in dem 
haus des grafen 3 , alfo bei einem angefehenen mann, damit ift der fragende 
zufrieden geftellt. jetzt (z. 17) w r ird voraus gefetzt ein geiftlicher fei ange 
langt, der fragende, der ihn an feiner kleidung erkennt, redet ihn gleich 
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