Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 3)

88. 
Das singende, springende Löweneckerchen. 
Aus Hessen; Löweneckerchen iss das Westph. Lau bergen, 
rikeders. Leverken, altholl. Leeuwercke, Leewerick, Le- 
werk, Lerk, Lerche. — Eine andere Erzählung aus der 
Schwalmgegend bat viel eigenthümliches, wie überhaupt dieses 
Märchen in den mannigfachsten Abweichungen erzählt wird. Ein 
Kaufmann will auf die Messe ziehen und fragt seine drei Tochter, 
was er ihnen mitbringen solle. Die älteste will einsschönes Kleid, 
die zweite ein paar Schuhe, die dritte eine Rose. Diese 
zu verschaffen hält schwer, da es Winter ist; die Leute als er 
darnach fragt, antworten lachend: ob er glaube, daß Rosen im 
Schnee wüchsen! Das thut dem Kaufmann leid, weil die 
rüngste sein liebstes Kind ist; auf dem Rückweg gelangt er zü 
einem Schloß mit einem Garten, in welchem es h alb Somm er 
und bald Winter ist; auf der einen Seite liegt ein tiefer Schnee, 
auf der andern ist eö warm und alles blüht, wie ein Frühjahr 
und eine ganze Hecke von Rosen steht darin?;Der Mann geht hin 
ein, bricht eine ab und reitet wieder fort. Bald darauf hört 
er etwas hinter sich herschnauben, er blickt um und sieht mit 
Schrecken ein großes, schwarzes Thier das ihm zuruft: "Gib 
mir meine Rose wieder oder du mußt sterben. Der Mann ant 
wortet: "laß mir die Rose, ich will sie meiner Tochter mit 
bringen, dem schönsten Mädchen von der Welt! "Meintwegen, 
spricht das Thier, aber gib sie mir auch zur Frau!" Ach ja, 
sagt der Mann um das Thier los zu werden, und denkt es wird 
doch nicht kommen um sie zu holen; aber es ruft noch hinter 
ihm nach: "in acht Tagen komm ich und hole meine Braut". 
Der Kaufmann langt zu Haus an und bringt jeder Tochter 
das gewünschte. .Nach einiger Zeit kommt das Thier und holt 
seine Braut mit Gewalt. Es bringt sie in das Schloß mit dem 
Sommer- und Wintergarten, wo alles gar schön und wunderbar ist, 
das Thier aber erzeigt sich freundlich und thut ihr alles zu Liebe 
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