Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 2)

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umhängst, so bist du unsichtbar und kannst den Zwölfen dann 
nachschleichen." Wie der Soldat so guten Rath bekommen hatte, 
wards Ernst bei ihm, so daß er sich ein Herz faßte, vor den 
König ging, und sich als Freier meldete. Er ward so gut auf 
genommen wie die andern auch, und wurden ihm königliche Klei 
der angethan. Abends zur Schlafenszeit wurde er in das Vor 
zimmer geführt, und als er zu Bette gehen wollte, kam die 
älteste und brachte ihm einen Becher Wein, aber er hatte sich 
einen Schwamm unter das Kinn gebunden und ließ den Wein 
da hineinlaufen und trank keinen Tropfen. Dann legte er sich 
nieder, und als er ein Weilchen gelegen hatte, sing er an zu 
schnarchen, wie im tiefsten Schlaf. Das hörten die zwölf Kö 
nigstöchter, lachten und die älteste sprach: „der hätte auch sein 
Leben sparen können!" Darnach standen sie auf, öffneten Schränke, 
Kisten und Kasten, und holten prächtige Kleider heraus, putzten 
sich vor den Spiegeln, sprangen herum und freuten sich auf den 
Tanz. Nur die jüngste sagte: „ich weiß nicht, ihr freut euch, 
aber mir ist so wunderlich zu Muthe, gewiß widerfährt uns ein 
Unglück." — „ Du Schneegans, sagte die älteste, du fürchtest 
dich immer, hast du vergessen, wie viel Königssöhne schon um 
sonst da gewesen sind; dem Soldaten hätt' ich nicht einmal brau 
chen einen Schlaftrunk zu geben, er wär', doch nicht aufgewacht." 
Wie sie alle fertig waren, sahen sie erst nach dem Soldaten, 
aber der rührte und regte sich nicht, und wie sie nun glaubten, 
ganz sicher zu seyn, so ging die älteste an ihr Bett und klopfte 
daran; alsbald sank es in die Erde und öffnete sich eine Fallthür. 
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