Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 2)

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(zur sprach der Bär, so geigen, das mögt' ich auch verstehen, damit 
Del- jch tanzen könnte, wann ich Lust hätte." — „Von Herzen gern, 
wie ftgte das Schneiderlein, wenn du's lernen willst, aber weis ein- 
ben. mal deine Tatzen her, die sind gewaltig lang, ich muß dir erst 
'and hie Nägel ein wenig abschneiden." Da holte es einen Schraub- 
Bar jtod und der Bär legte seine Tatzen darauf, das Schneiderlein 
°3te [ aber schraubte sie fest und sprach: „nun warte bis ich wieder 
um- komme mit der Scheere;" ließ den Bär brummen, so viel er 
^üch Mte, legte sich in die Ecke auf ein Bund Stroh und schlief ein. 
ehst Die Prinzessin, als sie am Abend den Baren so gewaltig 
^ s° -rummen hörte, glaubte nicht anders, als der freute sich recht 
Da unb mit dem Schneider wär's jetzt vorbei. Am Morgen stand sie 
euch recht vergnügt auf, wie sie aber nach dem Stall guckt, so 
wch steht das Schneiderlein ganz munter davor und ist gesund wie ein 
in ’/ Fisch im Wasser. Da konnte sie nun kein Wort mehr dagegen 
to’ c sagen, weil sie's öffentlich versprochen hatte, und der König ließ 
einen Wagen kommen, darin mußte sie mit dem Schneiderlein zur 
m I Kirche fahren und sollte sie da vermählt werden. Wie sie nun 
eingestiegen waren, gingen die beiden andern Schneider, die falsch 
waren und ihm sein Glück nicht gönnten, in den Stall und schraub- 
M trn den Baren los, der war nun voller Wuth und rennte hinter 
N* km Wagen her. Die Prinzessin aber hörte thn schnauben, da 
d" ward ihr Angst und sie sagte: „ach! der Bär ist hinter uns und 
au f will dich holen." Das Schneiderlein war bei der Hand, stellte 
^ ßch auf den Kopf, streckte die Beine zum Fenster hinaus und rief: 
n? „siehst du den Schraubstock; wann du nicht gehst, so sollst du 
^ Kindermärchen II. K
	        

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