Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 2)

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rechte, und den sollten sie einlassen, wer aber daneben käme, der 
wär' der rechte nicht und den sollten sie auch nicht einlassen. Als 
nun die Zeit bald herum war, dachte der älteste, er wollte sich 
eilen, zur Königstochter gehen und sich für ihren Erlöser ausge 
ben, da bekäm er sie zur Gemahlin und das Reich dabei. Also 
ritt er fort; als er* vor das Schloß kam und die schöne goldene 
btraße sah, dachte er: „ei, das wäre jammerschade, wenn du 
darauf rittest," lenkte ab und ritt rechts nebenher. Wie er aber 
vor's Thor kam, sagten die Leute zu ihm, er wär' der rechte 
nicht, er sollte wieder fortgehen. Bald darauf machte sich der 
zweite Prinz auf, wie der zur goldenen Straße kam und das 
Pferd derreinenFuß darauf gesetzt hatte, dachte er: „ei! es wäre 
jammerschade, das könnte etwas abtreten," lenkte ab und ritt 
links nebenher. Wie er aber vor's Thor kam, sagten die Leute, 
er wär' der rechte nicht, er sollte wieder fortgehen. Als nun das 
Jahr ganz herum war, wollte der dritte aus dem Wald fort zu 
seiner Liebsten reiten und bei ihr sein Leid vergessen. Also machte 
er sich auf und dachte immer an sie und wär' gern schon bei ihr 
gewesen und sah die goldene Straße gar nicht. Da ritt sein 
Pferd mitten darüber hin und als er vor's Thor kam, ward es 
«ufgethan und die Königstochter empfing ihn mit Freuden, und 
sagte, er wär' ihr Erlöser und der Herr des Königreichs, und 
ward die Hochzeit gehalten mit großer Glückseligkeit. Und als 
sie vorbei war, erzählte sie ihm, daß ihn sein Vater habe zu sich 
entboten und ihm verziehen. Da ritt er hin und sagte ihm alles, 
wie seine Brüder ihn betrogen, und er doch dazu geschwiegen
	        

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