Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 1)

584- j- * r* 
für ein gewaltiger Kerl, der den LEON Kaufen (auf der Schulter 
trägt!" erschrak und dachte, was wird der für Gold wegschlep 
pen! Da hieß er eine Tonne Gold herbringen, die mußten sechs 
zehn der stärksten Männer tragen, aber jener packte sie mit einer 
Hand, stopfte sie in den Sack und sprach: „warum bringt ihr 
nicht gleich mehr, das deckt ju kaum den Roden." Da ließ der 
Kön^g nach und na<^ seinen ganzen Reichthum herbeitragen, -W# 
stE-e der Stärkeren den Sack hinein und er ward davon noch 
nicht zur Hälfte voll. „Schafft mehr herbei, rief er, die Brok- 
ken füllen nicht." Da mußten noch siebentausend Wagen mit 
Gold in dem ganzen Reich zusammen gefahren werden, die stopfte 
der Starke mit den vorgespannten Ochsen in seinen Sack. „Ich 
wills nicht lang besehen, sprach er, und nehmen was kommt, da 
mit der Sack nur voll wird." Wie alles darin stack, ging doch 
noch viel hinein, da sprach er: „ich will dem Ding nur ein Ende 
machen und denken, man bindet einen Sack zu, wenn er auch noch 
nicht voll ist." Dann huckte er ihn auf den Rücken und ging mit 
seinen Gesellen fort. 
Als der König nun sah, wie der einzige des ganzen Landes 
Reichthum forttrug, ward er zornig und ließ alle seine Reiterei 
aufsitzen, die sollten den scchsen nachjagen und hatten Befehl, dem 
einen den Sack wieder abzunehmen. Zwei Regimenter holten sie 
bald ein, riefen ihnen zu: „ihr seyd Gefangene, legt den Sack 
mit dem Gold nieder oder ihr werdet zusammengehauen! " „Was, 
sprach der Bläser, wir sind Gefangene? eher sollt ihr sämmtlich 
in der Luft herumtanzen" hielt das eine Nasenloch zu und blies 
mit
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.