Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 2)

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fen Blut ihres unschuldigen, von ihr gemordeten 
Kindek- auf die Hand fallen, welche nicht fortzu 
bringen find, so daß sie beständig einen Handschuh 
tragt. 
Rum. 64. I. (Weiße Taube.) Das gedruckte däni 
sche Märchen: Historie om rrende Brödre, iblandt 
hvilke den yngste efrer Han haöde af sine to brö- 
N w yi . ’ i ^ldt stör foragt . . . omsider btev en Fyrste 
u. s. w scheint m diesen Kreis zu gehören. Nye- 
io , Z 72 rup (Ins, 2uny 1795. S. 231.) Der es zu schnell 
' / ' verurtheilte, hat sich nur kurz darüber ausgelassen. 
Rum. 64 . III. (Die drei Federn.) Ueber das Feder 
aufblasen denen man nachgebt. Vgl. Altd. Wälder 
I. 9». Und Aventin bair. Chronik S. 93b. „Es 
ist auch sonst ein gemein Sprüchwort vorhanden, 
das gemeiniglich diejenigen brauchen, so fremde 
Land bauen wollen oder sollen: „ich will ein 
Feder aufblasen, wo die selbig hinaus 
fleugt, will ich nachfahren." — S. auch 
Völnndurs Lied, wo der eine Bruder nach Osten, 
der zweite nach Süden auszieht, der dritte aber 
daheim bleibt. 
Rum. 64. IV. (Goldne Gans.) Vgl. jüngere Edda 
^Damis. Zr. n+u 
Wie die Söhne damit 
erprobt werden, ob sie ein Stück Kuchen mitthei 
lt^ \ len, so erhält Engelhart (im Roman des Conrad 
von Würzburg s. Eschenöurgs Denkmäler S. 44-) 
^ Don fernem Vater auf die Reise drei Aepfel, wer 
'ihm begegne, dem solle er einen reichen; verzehre 
ihn der Fremde ganz, ohne ihmeinen Theil davon 
zu geben, solle er ihn meiden, gäbe er aber 
^etwas, solle er seine Freundschaft annehmen. Auch 
bevx dritte zeigt sich erst gut. 
Ru mUT^Mausehaut.) wie der Vater hier, so 
fragt König Lear seine Töchter. 
Rum. 72. (das Birnli) S- Fischarts Spielverzeich- 
nlß im Gargantua. Nr. Z93. 
Rum 78 - (der Großvater^ Vgl. Walter zvon der 
Vogelweide i. 129a. 
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( 
— xxix 
die jungen spotent alse dar der alten: 
„beitent unz üwer jugent zerge, 
swaz ir nu tunt, daz rechent uwer 
jungen.^ 
R u m. 80. (Tod des Hühnchens,) Nach einer bai 
rischen Erzählung: das Hahnl lauft zum Brünnl, 
sagt: „ach Brünnl, gib mir ein Wassert, daß 
mein Hahnl nicht erstickt." Wässert sagt: /,ged 
dir kein.Brunriel, bis du zum Lindl gehst und 
bringst mir ein Blattl" Das Lindl sagt: geb dtp 
kein Blättl, bis du zum Bräutl gehst und brmgst 
mir ein Bändl." Bräutl sagt: „geb drr kem Bän 
del, bis du zum Säul gehst und bringst nnr em 
Bürstel." Säul sagt: „geb dir kein Bürstl, brs 
du zum Müller gehst und bringst, mir ein Klerl." 
Müller sagt: „geb dir kein Kleil, brs du zum 
Bäurl gehst und bringst mir ein Knödel (Klos)." 
Da gibt der Bauer ein Knödel, nun befnedlgt er 
alle, kommt aber mit dem Wasser zu spat und 
weint sich todt auf dem Grab. — Ueber H a h nen- 
berg und Hahnensumpf hat man eine däni 
sche Dolkssage. Antiquariske Annaler I. 33 i* 
Vu nt. 8i. (Schmidt und Teufel.) Sobald man sich 
unter dem Schmidt mit seinem Hammer den Thor, 
unter dem Tod und Teufel einen plumpen Riesen 
denkt, gewinnt das Ganze eine wohlgegründete 
alt nordische Ansicht. 
Rum. 32. (Die drei Schwestern.) Die Ähnlichkeit 
des Lieds von Rosmer (S. kV. steht durch Druck 
fehler Rohmer) wird durch eine Stelle in Jaimc- 
son’s populär ballads Ecliub. i$o6. 1. 217. be* 
stärkt. „Ir may be observed, that tlicre is a ftri- 
iiiig resemblance between die story of Roamer 
Hafmand ar*d die roniance of child Row^ 
land yet entiröly lost in Scodand) wliicli 
is quotöd by Mad Tom in Shakespeare: 
Child Rowland to die dark tower came -- 
(tho fairy conies in) 
with, 6, ü, so and Tum! 
I smeli die blood of a british man! 
be he dfrad, bs he living, wi’ my brande 
TU daah hi» harns frae nis harn-pau 
täfrudasvu) / 
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W JIm, / ‘i&td 4 ^ s H<yQuA ^ 11 
0 l , p. .
	        

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