Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 2)

Do was der en armen Fisker, de fiskede up de 
See mir sincn Sohn, do kam de Fiend un nam 
den Sohn gefangen und gav em doför 600 Dah« 
ler. Do genk de Bader hen un gav dar de Hee, 
rens in de Stadt un de Fiend rrock av un de 
Fisker wurde Börgemester. Do Word utropen, 
wer nig Heer Börgemester segde, de soll an de 
Galge richtet weren. 
De Sohn de kam de Fiend wier ut de Hände 
un kam in en grauten Wold up en haujcn Berg, 
de Berg de deih sick up, da kam he in en graut 
verwünsket Schloß, woin Stöhle, Diske un 
Banke alle schwatt behängen wören. Do queimen 
drei Princessinnen, de gans schwatt antrocken wö 
ren, de men en lück (wenig) witt in't Gesicht hab- 
den, de segden to em, he soll men nig bange sien, 
se wullen em nix dehn, he könn eer erlösen. Do 
feg he, je bat wull he gern dohn, wann he men 
wüste, wo he dal macken söll? Do segget se: he 
füll en gans Jvhr nig met en kühren (sprechen) 
m söll se auck nig ansethen; war he gern hebbcn 
wull, dat söll he men seggen, wann se Antwort 
gierwen dröfden (geben dürften), wullen se et 
bohn. As he ne Ticd lang der west was, sede 
he, he wull affe gern noh sin Bader gehn, da 
segget se, dat söll he men dohn, düsten Buel 
(Deutel) met Geld söll he mer nlermen, düste 
Kleber söll he antrecken un in 8 Dage möst he 
der wier sien. 
Do werd he upnurmen (aufgehoben) un iS 
glick in Ostindien, do kann he sin Bader in de 
Fiskhütte nig mcr finden un frög de Luide, wo 
doh de arme Fisker blierwen wöre, do segget se, 
dat möst he nig seggen, dann queim he an de 
Ealge. Do kümmt he bie sin Bader, do seg he: 
„Fisker, wo sin ji do to kümmen?" Do seg de: 
dat mött ji nig seggen, wann dat de Heerens van 
de Stadt gewahr wcerct, kümme ji an de Galge," 
He willt ober gar nig loten, he werd noh de 
Galge bracht; cs he do is, seg he: „0 Mine 
Heerens, gierwet mix doh Berlöv, dat ick noh 
de olle Fiskhütte gohn mag." Do tüt he sincn 
ollen Kiel an, do kümmt he wier noh de Heerens 
un seg: „seih ji et nu wull, sin ick nig en armen 
Fisker sincn Sohn? in düt Tucg heve ick Minen 
Bader un Moder dat Brand gcwunnen." Do ' 
exkennet se en un badden üm Bergiebnüß un 
niermt en met noh sin Hues, do verteld he alle wü 
et em gohn hev, dat he wöre in en Wosd kum- 
men up en Haujen Berg, do hüdde sick de Berg 
updohn, do wöre he in en verwünsket Schloß 
kummen, w o alles schwatt west wöre u n drei 
Princessinnen wören der an summen, dr^xörLü_ 
schwatt west, men e n lück witt in't Gesicht. D e 
Mden cm segd, he söll nig bange sien, he könn 
eer erlösen. Do seg sine Moder: dat mög wull 
nig gut sien, he soll ne gewichte Wasskecfje met.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.