Full text: Geschichte der St. Blasii-Kirche zu Münden

22 
Im Jahr 1863 hat Herr Bildhauer Küsthard aus Hildesheim einen Gips- 
Abguß von diesem Grabmal verfertigt, welcher zur Ehre des Künstlers sehr wohl 
gelungen ausgefallen und im Welfen-Museum zu Hannover zu sehen ist. 
Hart an der Nordwand des Chores befindet sich das Grab des Herzogs Erich 
des Ersten, welches auch die Gebeine seiner ersten Gemahlin Catharina enthält. 
Es wurde auf Kosten Sr. Majestät Königs Georg des Vierten im Jahr 1819 
mit einem, von dem Klosterbaumeister Müller zu Göttingen entworfenen und aus 
geführten eisernen Stakett umgeben. — Es wird durch einen etwa l 1 /* Fuß hohen 
Sandstein-Aufsatz und eine diesen bedeckende Metallplatte von 77 4 Fuß Länge und 
3% Fuß Breite geschlossen, welche folgende von vr Burckard Mithofs verfertigte 
Inschrift trägt: 
Clauditur hoc cippo peregre 
tumulatus Ericiis 
Dua Brunsvicensis Gloria 
Summa domus 
Pectore qui tumidos infrac 
to contudit hostes 
Et variis auxit regna Pater 
na locis 
In primis bellea erid hilt 
enshemia testis 
Unde Patrem Patriae jure 
vocare queas 
Nomen et Augusti merito 
super addere tantum 
Quod dexter fausto mar 
te peregit opus 
Tam bene de Populo meri 
tus regnoque paterno 
Summa sit ut Patriae laus 
que decusque meae. 
Anno M CCCCC XL XXX Julii. 
Elisabeta transtulit 
et hoc Donv 
detit. 
Weiter unten in kleinerer Schrift, welcher ein Monogramm vorangeht: 
Cordt Nenthen hat mich ghossen zu Brunsvick. 
1541. 
Oberhalb der Grabschrift, unter einer von zwei Genien gehaltenen bogenförmigen 
Umrahmung, ein männliches Brustbild — wohl das des Herzogs, — sodann an den 
Ecken der ornamentirten Umrahmung der Inschrift die vier Evangelistenzeichen, und 
in den Winkeln der Platte folgende vier Wappen, oben links: Braunschweig-Lüne 
burg; rechts: Stolberg-Wernigerode; unten links: Sachsen; rechts Brandenburg; 
außerdem einige kleine Medaillons. 
An der das Grab an einer Langseite begrenzenden Chorwand ist das dazu 
gehörende Marmor-Epitaph aufgerichtet. In einer architektonischen, oben giebelartig 
abgeschlossenen Einrahmung erscheint vor einer Nische der Gekreuzigte zwischen Maria 
und Johannes. 
Im Vordergründe, etwas tiefer, knieen drei Figuren: zur Linken des Beschauers 
der Herzog Erich, zur Rechten seine beiden Gemahlinen, von denen,Elisabeth dem 
Herzog zunächst sich befindet. Unter dieser Darstellung auf einem Frie/e vier Wappen, 
und zwar links: das Wappen des Herzogs Erich I. mit dem vom Kaiser Maximilian
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.