Full text: Geschichte der St. Blasii-Kirche zu Münden

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Conrad Jrsengardt, 
der dritte der drei Brüder, soll der Kirche Häuser geschenkt haben. Er war 1 r >03 
Nathsherr, 1523 Cämmerer und bis 1533 Bürgermeister. Er starb 1535. 
Johannes Spillner, 
Plebanus oder Superintendent der Kirche, starb am 24. December 1503. 
Johannes Meyse, 
Meßprediger, vermachte der Kirche 10 Mark Göttingen'sche Währung und starb am 
28. August 1505. 
Johann Calenberg, 
Clericus, schenkte 55 Gulden. 
Henricus von Hake 
gab einen beträchtlichen Beitrag zum Weiterbau der Kirche. Er war vom Jahre 
Ì500 bis 1516 Bürgermeister hicrselbst. 
Thomas Pinning 
schenkte im Jahre 1507 170 Gulden, sein Haus und seine Mobilien. 
Dies wären denn diejenigen Wohlthäter, welche den Ausbau der Kirche bcför 
dertcn. für das Beste derselben sich aus allen Kräften interessirten und deren Namen 
uns die Geschichte aufbewahrt hat. 
Obgleich wir nun die Baurechnung des Kirchenvorstehers Joachim Jrsengardt, 
welcher, wie oben bemerkt, dieselbe bis zum Jahre 1492 führte, und der gewiß auch 
die milden Gaben unserer Bürger und Einwohner darin verzeichnet hatte, nicht mehr 
besitzen, so daß wir die Namen der Geber und ihre Beiträge aus diesen Jahren nicht 
mehr kennen, so wissen'wir doch, daß die ganze Gemeinde, Vornehme und Geringe, 
Arme und Reiche, Gilden und Corporationen — kurz, Alle dazu beisteuerten und 
auch die Aermeren ihr Scherflein mit freudigem H rzen zu diesem edlen Zwecke dar 
reichten, so daß die Kirche in einem schönen und hohen Sinne ein gemeinsames Werk 
der Münden'schen Bürger und Einwohner genannt werden kann. 
Selbst in den letzten Jahren des Baues ersehen wir aus der Rechnung des 
Herrn Conrad Franke, daß noch immer die milden Hände, auch mitunter der 
Aermeren, zusteuerten. Es heißt darin: 
3 Vierding empfangen von Wasmuth Bürmann. 
20 empfangen von Kunze Bon holt. 
3 Vierding und 2 Schilling empfangen von wegen Hans von Drende, 
Bürgers zu Einbeck, das er der Kirche schenkte. 
6 Schilling 4 empfangen von Henrich Schlichting seiner Schwester 
von wegen des Altars des Apostels St. Thomas. 
I'/, Jl. empfangen von Jasper, unsers gnädigen Herrn Diener, welches 
er auch zum Bauen gab. 
2 JL empfangen zum Bauen von I. Sy ma uns. 
3 Jl. 19'/r Schilling hat Henrich Gödckc bezahlt für Heinrich Schmidt, 
das er gelobt hatte, zur Kirche zu geben. 
4 Jl. weniger 16 -& hat bezahlt die Palboru'sche am Vorwerke, von der 
Schuld die Frielinghausen der Kirche gegeben. 
Es wird nun den meisten unserer Bürger und Einwohner, besonders den Bau- 
kundigen und Technikern, nicht uninteressant sein, daö Hauptsächlichste ans der Bau- 
rechnung des Herrn Conrad Franke von 1492 bis 1494 hier mitgetheilt zu finden. 
Sie ist betitelt: 
„Registrum des Bauwerkes der Parkerken to Munden. Im Jare Anno 
Dominini 1492, Johanne et Pauli. Conradus Frangke.“ 
Also vom 29. Juni 1492 bis Martini 1494. Die in dieser Rechnung vorkommenden 
Münzen sind Mark zu 48 Schilling, davon jeder 12 Pfennig hält. Auch finden 
wir darin Vierlinge zu 12 Schilling, allo '/< Mark. Ein Loth wird zu 3 Schilling
	        

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