Full text: Festschrift [zum fünfzigjährigen Geschäftsjubiläum der Firma Ferd. Esser & Co. in Elberfeld, Milspe W., Hamburg, Paris am 1. Juli 1907]

neue Artikel durch Einführung der Fabrikation von Gussstahl-Hauern, sogenannten Machetes- 
Collins, zugeführt zu haben, welche bisher in dieser vollkommenen Ausführung nur in den 
Vereinigten Staaten, und zwar nur von einer einzigen Firma, Collins und Co., hergestellt wurden, 
und welche in ganz Westindien und in den südamerikanischen Ländern einen grossen Absatz 
hatten. Schon in den fünfziger und sechziger Jahren wurden diese Hauer in geringerer Qualität 
und roherer Ausführung, wie sie auch heute noch in vielen überseeischen Gebieten, besonders 
aber in Westafrika gangbar sind, in Gevelsberg fabriziert. Viele Mühe und langjährige Arbeit 
hat es gekostet, um die Arbeiter einzuschulen, dass sie eine der amerikanischen gleichwertige 
Ware anfertigen lernten; und ebenso schwierig, wenn nicht noch schwieriger war es, den 
Artikel draussen zu verkaufen und das Vorurteil, welches zugunsten der Collins-Ware herrschte, 
zu besiegen. Dass die Arbeit von Erfolg war, zeigt der Absatz, welcher heute in deutschen 
Gussstahlhauern sowohl von der Firma Ferd. Esser und Co. als auch von anderen deutschen 
Fabrikanten auf dem süd- und mittelamerikanischen Markte erzielt wird. 
Zuerst war die Fabrikation nur Hausarbeit, indem die Firma Ferd. Esser und Co. den Stahl 
kaufte, dann die Hauer bei den einzelnen Arbeitern schmieden, harten, schleifen, polieren und 
aufschlagen liess. Aber schon 1871 wurde die letzte Arbeit und zugleich die Kontrolle über 
die Güte der Klingen in den Geschäftsräumen der Firma F erd. Esser k Co. an der Königstrasse, 
Ecke der Breitestrasse ausgeübt und als das neue Geschäftshaus an der unteren Könidstrasse 
bezogen war, wurde auch schon bald an die Erbauung einer eigenen Fabrik gedacht, um die 
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