Full text: Festschrift [zum fünfzigjährigen Geschäftsjubiläum der Firma Ferd. Esser & Co. in Elberfeld, Milspe W., Hamburg, Paris am 1. Juli 1907]

seeischen Ländern wurden beim englischen Konsulat abgeliefert, welches die Weiterbeförderung 
mit der Boyal Mail bewirkte. Eine Reise mit englischen Raddampfern von England nach 
New-York nahm noch über 14 Tage in Anspruch, nach Westindien gingen die direkten 
Dampfer nur bis St. Thomas, dem dänischen Freihafen, von wo aus kleinere Dampfer und 
Segelschiffe den Verkehr mit dem Festlande und den westindischen Inseln vermittelte. Später 
richtete dann der Norddeutsche Lloyd in Bremen und die Hamburg-Amerikanische Paketfahrt- 
Aktien-Gesellschaft in Hamburg direkte Dampferverbindungen mit New-York und anderen 
Häfen der Vereinigten Staaten ein, Welche die erste Grundlage zur Konkurrenz mit der Royal 
Mail und den Anfang der grossartigen deutschen Schiffahrtsunternehmungen bildeten, welche 
gegenwärtig die fremden Meere beherrschen. 
Der Anfang der sechziger Jahre ausbrechende Bürgerkrieg in den Vereinigten Staaten 
von Amerika machte viele wertvolle Verbindungen für das Geschäft zunichte, aber es wurde 
gesucht, andere Länder in den Bereich der Tätigkeit zu ziehen und neue Absatzgebiete zu 
suchen, und diese fanden sich in den Ländern Italien, Spanien und Portugal. 
Am 1. Juli 1867 löste B. L. Friderichs sein Verhältnis als Kommanditär der Firma 
und Ferdinand Esser nahm EWALD HAARHAUS, welcher Inhaber einer Bandfabrik unter der 
Firma Bob. Berthold und Haarhaus in Elberfeld war, als Associé auf und änderte die Firma 
in FERD. ESSER und HAARHAUS um. In diesem Jahre trat auch JOH. GOTTLIEB EHLIS, der spätere 
langjährige Prokurist, in das Geschäft ein, und er hat bis zu seinem Tode im Jahre 1905 seine 
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