Full text: Festschrift [zum fünfzigjährigen Geschäftsjubiläum der Firma Ferd. Esser & Co. in Elberfeld, Milspe W., Hamburg, Paris am 1. Juli 1907]

Geschäftshaus 1873 
 
Dranges, zu lernen, sehnte. Unter 
dem 1. Mai 1844 schreibt er in 
sein Tagebuch: „Weltliche Sorgen 
plagen mich jetzt, mein Lohn ist 
aufgebraucht, wenn nicht mein 
Herr Prinzipal seine erste Aus- 
sage ändert, und mir, wie er 
zwar Versprochen hat, Zusatz 
gibt; denn mit 60 Talern ist es 
Unmöglich, dass ich ohne Schul- 
den zu machen durchkomme, in- 
dem ich einige Kleidungsstücke 
wieder dringend nötig hätte. Herr 
Kotte (sein Sprachlehrer) will be- 
zahlt sein, Bücher muss ich haben, 
meine Eltern müssen Zinsen und sonstige Schulden abmachen, wo ich auch Geld zuschiessen 
muss, Reparatur meiner Uhr mit l Taler 20 Groschen muss ich bezahlen usw. Ich muss nun 
hoffen auf die Güte meines Herrn Prinzipals, welcher doch gewiss mein Salär im folgenden 
Jahre ansehnlich erhöhen wird. Wenn ich nicht mein Zutrauen auf Gott richtete und in dem 
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