Full text: Die Entwickelung der Zeitabgabe

Das 
gemischte 
System 
Automatischer 
Aufzug 
Anschluss 
anderer 
Systeme 
Vorzüge des 
Norn1al-Zeit 
Systems 
 
 
das Werk an, während das Pendel leer weiter schwingt. Unterbricht die Zentraluhr den 
Strom, dann wird auch der Elektromagnet der Nebenuhr wieder stromlos, er gibt die Gabel 
frei, diese legt sich infolge ihrer Beschwerung an das Pendel an, und die Uhr geht wieder, 
womit die Differenz ausgeglichen ist. 
Da der Vorgang sich alle vier Stunden wiederholt, kann 
die Abweichung nur eine minimale sein. Es können aber 
natürlich auch Uhren häufiger reguliert werden, besonders da, 
wo die Zeitabweichung nur ganz gering sein darf. Das Nor- 
mal-Zeit System lässt darin alle möglichen in der Praxis vor- 
kommenden Variationen zu. 
Um die Zentraluhr und die Leitungen möglichst auszu- 
nutzen, wird man zweckmässig das gemischte System ver- 
wenden, d. h. man wird in Gebäuden, in denen eine grössere 
Zahl von Uhren reguliert werden sollen, nicht jede direkt an 
die Zentraluhr anschliessen, sondern nur die Mutteruhr der 
nach dem sympathischen System ausgeführten Anlage. Bei 
sorgfältiger Montage wird diese lokale Zentralanlage keinen 
Anlass zur Unzufriedenheit geben, wie schon früher erwähnt, 
weil ja hier eine Unterbrechung zwischen der Hauptzentrale 
und der angeschlossenen Mutteruhr belanglos ist; denn die 
in dem betreffenden Gebäude installierteAnlage bildet ein für sich abgeschlossenes Ganzes. - 
Die direkt regulierten mechanischen Nebenuhren, wie auch die Mutteruhren werden durch 
kleine im oder am Gehäuse angebrachte Trockenbatterien aufgezogen, sodass auch die 
durch den Aufzug notwendig werdende Bedienung fortfällt. 
Da das System der Normal-Zeit in der Hauptsache in einem Regulier- und Kontrollsystem 
besteht, so können auch vorhandene Werke, sofern sie gut erhalten sind, ohne weiteres mit 
der Reguliereinrichtung versehen werden. Dies ist besonders bei Turmuhren und Mutter- 
uhren der Fall. Die Beschaffungskosten solcher Uhren sind gewöhnlich ziemlich hoch, und 
die Ersparnisse durch Beibehaltung der Werke daher wesentlich. Auch kann man natürlich 
in die Werke Kontakte einbauen, die zu bestimmten Zeiten besondere Funktionen ausüben. 
Hierzu gehört beispielsweise das Anläuten von Signalpausen durch elektrische Glocken in 
Schulen und Fabriken, das Ein- und Ausschalten von Licht oder elektrischem Strom zur Be- 
dienung von Maschinen, die Einschaltung von Kontroll-Apparaten, die das Kommen und 
Gehen von Angestellten registrieren und dergleichen mehr. 
DieVorzüge des Normal-Zeit Systems sind deshalb sowohl technische wie auch finanzielle 
und können kurz wie folgt zusammengefasst 
werden: 
l. Einheitlicher Gang der Uhren. 
2. DieVorteile einer sympathischen Anlage 
werden mit denen der mechanischen 
Einzeluhren in sinnreicher Weise ver- 
einigt. 
3. Jede Uhr steht unter automatischer Kon- 
trolle der Zentraluhr, und jede Ab- 
weichung im Gange derNebenuhr wird 
automatisch ausgeglichen und registriert. 
4. Jede Leitungsstörung, ganz gleich auf 
welche Ursache sie zurückzuführen ist, 
wird in der Zentrale automatisch ge- 
meldet und registriert. 
5. Schnelle Beseitigung aller auftretenden Störungen infolge des raschen Erkennens. 
o. Leitungsstörungen üben keinen Einfluss auf die Funktion der Uhren aus, da diese 
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Kirche in Hellerup. Dänemark 
Museum in Altona 
 

	        

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