Full text: Die Talsperren im Queis bei Marklissa und Goldentraum

Die Talsperre bei Goldentraum. 
Erbaut 1919 - 1924. 
Die günstigen Erfahrungen mit den Talsperren Marklissa 
und Mauer im besonderen auch in der Ausnutzung der Wasser- 
kräfte für die Erzeugung von Elektrizität und der rasch gewaltig 
angestiegene Bedarf an Elektrizität in dem angeschlossenen Ver- 
sorgungsgebiete veranlaßten den Provinzialverband von Schlesien, 
den Bau einer zweiten Talsperre im Queis, bei Goldentraum, 
unmittelbar nach dem Kriege ganz auf eigene Kosten in Angriff 
zu nehmen. 
Die Talsperre bei Goldentraum ist unmittelbar am oberen 
Ende des Staubeckens der Talsperre bei Marklissa, in einer 
natürlichen Talenge, denen Queissohle auf 280,0 N. N. liegt, er- 
richtet. (Abb. 1.) Sie faßt bei einem Stau von rund 30 m Höhe 
bis Ueberlaufkrone = 310,0 N. N. rund 10500000 cbm, die bei 
einer Ueberströmung des Ueberlaufes von etwa 1,2 m auf 
12000000 cbm steigen können. Der Stau der Talsperre reicht 
von Goldentraum bei einer Länge von 8,2 km bis unter die 
Straßenbrücke der Stadt Greiffenberg und hat eine Oberfläche 
von 125 ha. Das hierdurch abgesperrte Flußtal wies in der 
Hauptsache Buschland, Wiesen- und Waldbestand auf. Außer  
2 Wassertriebwerken und einigen kleineren Gebäuden am Aus- 
gang von Neuwarnsdorf sind Baulichkeiten der Anlage nicht zum 
Opfer gefallen. 
Das zugehörige bis zum Kamme des Isergebirges hinauf- 
reichende Niederschlagsgebiet umfaßt 284 qkm. 
Die Sperrmauer. 
(Abb. 2 u. 3.) 
Die Absperrungsstelle liegt durchweg in Gneisgestein, das 
am linken Ufer bis zur Krone der Sperrmauer hinauf nackt und 
steil zu Tage trat, während es am rechten Ufer nur wenig bis
	        

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